St. Tropez: Steve Guerdat gewinnt ersten 5*-Grand Prix, Daniel Deußer schnellster im Stechen

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Nomen est Omen bei Steve Guerdats Victorio des Frotards! (© Hubside/Marco Villanti)

Die Nummer eins der Weltrangliste der Springreiter, Steve Guerdat, hat einmal mehr demonstriert, dass seine Position kein Zufall ist. Das schnellste Paar im Stechen kam allerdings aus Deutschland.

Das letzte Springen von Steve Guerdat und Victorio des Frotards vor der Corona-Pause war das Weltcup-Springen in Bordeaux. Ergebnis: Sieg. Der erste Fünf-Sterne Grand Prix nach Corona war heute in St. Tropez. Und wieder wurde es ein Sieg! Mehr noch: Victorio des Frotards hat nun insgesamt vier CSI5*-Grand Prix in Folge gewonnen, davon zwei Weltcup-Springen. Bemerkenswert!

Neun Paare hatten das Stechen erreicht, sechs blieben ein zweites Mal fehlerfrei. Und von jenen waren Steve Guerdat und sein elfjähriger Selle Francais-Wallach v. Barbarian die schnellsten mit 37,73 Sekunden. Der Lohn für die Mühe: 50.000 Euro.

Eine Frage des Managements

Steve Guerdat kommentierte später: „Der erste Umlauf lief wirklich gut. Victorio hatte dieses Jahr alle drei Fünf-Sterne-Grand Prix gewonnen, in denen er gegangen war. Ich wusste, dass er es kann, dennoch gab es in diesem Großen Preis einige Unwägbarkeiten, weil ich meine Pferde während des Lockdowns nicht viel gesprungen bin.

Er ist in der ersten Woche hier wirklich gut gesprungen. Dann sind wir letzte Woche nach Hause gefahren, damit er sich noch ein bisschen ausruhen kann. Er ist in der ersten großen Prüfung am Donnerstag wirklich gut gesprungen, aber in dem 1,50 Meter-Springen am Freitag hatte ich den Eindruck, dass er ein bisschen müde ist. Von daher war ich nicht sicher, wie es heute laufen würde.

Anscheinend hat der freie Tag dazwischen ihm wirklich gut getan, denn in der ersten Runde ist er unglaublich gesprungen. Ich glaube, so gut wie noch nie! Ich hatte ein großartiges Gefühl im Parcours. Das Stechen dieses Großen Preises war wirklich schnell, wie alle Prüfungen, die hier stattfinden. Das ist der Grund, warum ich mich entschieden hatte, Victorio zu reiten. Er hat im Stechen wirklich alles für mich gegeben und ich bin sehr stolz auf ihn! Nächste Woche werde ich hier wieder reiten, aber nicht auf Victorio. Er geht nach Hause, um eine Pause zu bekommen.“

Die weiteren Platzierten im Großen Preis

Rang zwei ging an den Franzosen Edward Levy auf Rebeca LS, eine Tochter von Rodrigo Pessoas jüngst verstorbenem Rebozo (0/37,86). Dritter wurde Schwedens Peder Fredricson mit dem Cardento-Sohn Catch Me Not (0/38,86).

Schnellstes Paar im Stechen waren allerdings Daniel Deußer und seine zehnjährige Killer Queen, die in 37,66 Sekunden durch den Stechparcours fegten. Leider nahmen sie unterwegs eine Stange mit, so dass es am Ende Rang sieben wurde.

Christian Kukuk und Chianti’s Champion kamen in ihrem ersten gemeinsamen Fünf-Sterne-Großen Preis mit fünf Strafpunkten aus dem Parcours. Je acht waren es bei Marcus Ehning auf Pret a Tout und Christian Ahlmann mit Take A Chance On Me Z.

Schleife für Ahlmann, Sieg für Ehning

Christian Ahlmann konnte sich dafür am Vormittag im 1,50 Meter-Springen der 5*-Tour über einen vierten Platz auf Solid Gold Z freuen. Sieger war hier Julien Epaillard mit Virtuose Champeix vpr Jérôme Guery auf Eras Ste Hermelle und Simon Delestre mit Chesall.

Und Marcus Ehning konnte sich über den Sieg im Großen Preis der Zwei-Sterne-Tour freuen. Hier hatte er seine 14-jährige Canturo-Tochter Cristy gesattelt, die sich im Stechen gegen Emil Hallundbaeks High Nitro und Steve Guerdats Verlobte Fanny Skalli auf Jonka-A durchsetzte.

Christian Kukuk war mit Quintino an neunter Stelle ebenfalls noch platziert. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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