St. Tropez: Verheißungsvoller Sieg für Scott Brash

Anmerkung 2020-08-23 200925

Siegreich, auch in St. Tropez: Scott Brash und Hello Jefferson. (© Marco Villanti)

Zum zweiten Mal sicherte sich Scott Brash einen Großen Preis beim Hubside Jumping in Grimaud im Golf von St. Tropez. Der Sieg dieses Wochenende könnte einen Wendepunkt für ihn markieren.

Ein Pferd wie seinen Hello Sanctos, mit dem Scott Brash bekanntlich nicht nur 2012 olympisches Mannschaftsgold gewann, sondern auch als erster und bislang auch einziger Reiter den Rolex Grand Slam of Showjumping, hat der Brite seither noch nicht wieder unter dem Sattel gehabt. Aber gestern siegte er im Großen Preis auf einem Pferd, das durchaus ebenfalls Anlass zu großen Hoffnungen gibt: der elfjährige Belgier Hello Jefferson v. Cooper van de Heffinck.

Als einziges Paar im mit nur sieben Paaren besetzten Stechen blieben die beiden unter 40 Sekunden (39,52). Zweiter wurde der Franzose Edward Levy mit Rebeca LS (40,18), dicht gefolgt von Belgiens Jos Verlooy mit Erfolgspferd Igor (40,26).

Für Scott Brash und Hello Jefferson war es der erste Sieg in einem 4*-Grand Prix. Da war die Freude groß: „Ich bin begeistert von Jeffersons Leistung! Er ist wirklich ein Ausnahmepferd. Es hat eine Weile gedauert, bis ich in der Lage war, ihn zu handeln. Er hat wirklich jede Menge Kraft! Ich reite ihn nun seit zwei Jahren, aber es hat Monate gedauert, bis wir wirklich ein Team waren. Aber er ist brillant, wirklich intelligent!“ Klingt, als könne man da für die Zukunft noch einiges erwarten!

Von den Deutschen hatte keiner das Stechen des Großen Preises erreicht. Marcus Ehning und À la Carte hatten acht Strafpunkte. Jeweils 13 wurden es bei Christian Ahlmann und Solid Gold Z sowie Daniel Deußer auf Killer Queen.

CSI2*-Highlight an Wathelet und mehr

Heute ging es zum Abschluss des Turniers noch um den Großen Preis der Zwei-Sterne-Tour. Außerdem ging die letzte Prüfung des Wochenendes noch einmal über einen 1,50 Meter hohen Vier-Sterne-Kurs.

Im Großen Preis der Zwei-Sterne-Tour hatte Gregory Wathlet mit Iron Man van de Padenborre die Nase vorn. Der zwölfjährige Darco-Sohn ist eigentlich eines der Fünf-Sterne-Pferde des Belgiers. Aber da Wathelet sich ja im Frühjahr eine Schulterverletzung zugezogen hatte, dann Corona kam und Iron Man zudem ein gefragter Deckhengst ist, war die Zwei-Sterne-Tour für ihn gewissermaßen als Trainingsrunde gedacht, um wieder in den Turniermodus zu kommen.

Damit scheint der mächtige BWP-Hengst keinerlei Probleme zu haben. In 36,70 Sekunden ließ er Scott Brash und Hello Mr. President spielend hinter sich (36,91). Über Rang drei konnte sich die US-Amazone Jessica Springsteen auf ihrer Quidam de Revel-Tochter Volage du Val Henry freuen. Dennoch will Wathelet es langsam angehen lassen mit Iron Man: „Ich will nicht zu schnell machen. Wir werden Woche für Woche weitersehen, um ihn wieder ans Laufen zu bringen. Ich höre ihm zu.“

Das letzte Vier-Sterne-Springen wurde zur Beute des Iren Darragh Kenny auf der Holsteiner Stute Doolys, die mehr als eine Sekunde Vorsprung hatte zum Rest des Feldes in dem 1,50 Meter-Zeitspringen. An zweiter Stelle reihten sich Schwedens Henrik von Eckermann und die Hannoveraner Forsyth-Tochter Fancy Me ein, gefolgt von der Französin Marie Demonte mit Las Vegas van de Padenborre.

Hier gab es auch noch zwei deutsche Platzierungen. Christian Ahlmann und Dominator 2000 Z hatten einen Zeitfehler und wurden Elfte. Daniel Deußer und Jasmien van de Bisschop kamen mit zwei Zeitstrafpunkten aus dem Parcours und belegten Rang zwölf.

Alle Ergebnisse aus St. Tropez finden Sie hier.