Stuttgart: Christian Ahlmann Wiederholungstäter auf den Spuren von MMB

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Viele PS nach dem Sieg auf einem PS für Christian Ahlmann in Stuttgart 2016. (© in.Stuttgart)

Als zweitem Reiter in der Geschichte der Weltcup-Qualifikationsspringen in Stuttgart gelang Christian Ahlmann ein Wiederholungssieg in der Schleyer-Halle.

Vor ihm hatte nur Meredith Michaels-Beerbaum die Siegerehrung der Stuttgarter Weltcup-Qualifikation mehrmals hintereinander angeführt. Das dann allerdings gleich dreimal, 2006, 2007 und 2008. Christian Ahlmann war im vergangenen Jahr auf Codex One siegreich gewesen und diesmal mit dem unglaublichen Taloubet Z.

19 Paare im Stechen

Ganze 19 Reiter hatten es geschafft, ihre Pferde fehlerfrei durch den ersten Umlauf zu bugsieren. Dass das nicht daran lag, dass dieser etwa zu einfach gewesen sei, lässt sich daran ablesen, dass Weltklassepaare wie John Whitaker/Ornellaia, Penelope Leprevost/Flora de Mariposa, Ludger Beerbaum/Chiara oder auch der Olympia-Zweite Peder Fredricson mit Zaloubet in der ersten Runde aufgaben.

So war der Weg denn frei für unter anderem Christian Ahlmann. Dessen nun 16-jähriger KWPN-Hengst v. Galoubet spielte sein ganzes Können aus. Nicht umsonst bezeichnet Ahlmann ihn gerne als seinen Ferrari. Nach 42,85 Sekunden stoppte die Uhr. Damit waren die beiden gut zwei Sekunden schneller als ihre Verfolger. Von seinem Ferrari Taloubet Z konnte der Weltranglisten-Erste für die Siegerehrung direkt umsteigen in einen Mercedes-Benz GLE 350 d 4MATIC im Wert von rund 75.000 Euro. Das war nämlich sein Ehrenpreis.

Zum vierten Mal Zweiter

Ein bisschen genervt darf man schon sein, wenn man viermal Zweiter wird in Stuttgart. So wie Weltcupsieger Steve Guerdat (SUI). Diesmal saß er dabei im Sattel der zehnjährigen schwedischen Balou du Rouet-Tochter Bianca, die nach fehlerfreien 44,95 Sekunden über die Ziellinie galoppierte. Doch Guerdat wusste sich zu trösten, ganz Sportler: „Aber ich wurde vom Allerbesten geschlagen!“

Irland und die Deutschen

Rang drei ging nach Irland, an Cian O’Connor mit dem bildschönen und hoch talentierten zehnjährigen BWP-Hengst Good Luck v. Canturo-Furioso II. Der Hengst gehe seine erste Hallensaison berichtet O’Connor, der in den Wintermonaten gerne auch in Florida verweilt. So ist es kein Wunder, dass Good Luck „manchmal noch etwas abgelenkt“ ist.

Noch vier weitere deutsche Reiter konnten sich gut platzieren. Janne Friederike Meyer präsentierte ihren belgischen Riesen Goja v. Wandor van de Mispelaere in Topform und wurde Fünfte. Holger Wulschner ritt den zwölfjährigen Hannoveraner Stolzenberg-Sohn Skipper auf Rang sieben. Markus Brinkmann feierte als Neunter einen großen Erfolg mit dem neunjährigen Holsteiner Diamant de Semilly-Sohn Dylon. Und Hans-Dieter Dreher, dessen ebenfalls holsteinisch gezogener Contender-Sohn Cool and Easy den schnellsten Vier-Fehler-Ritt im Stechen lieferte wurde noch Elfter.

Jeweils vier Fehler im Umlauf kassierten Marcus Ehning mit Pret a Tout v. Hiram Chambertin, Tobias Meyer auf Cerano v. Cesano II, Andreas Kreuzer mit Calvilot v. Calvaro Z, Philip Rüping auf Copperfield v. Contendro, Daniel Deußer und First Class van Eeckelghem v. Balou du Rouet sowie Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci v. For Feeling.

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Weltcupgesamtwertung

Steve Guerdat kann sich auch damit über seinen vierten zweiten Platz trösten, die Weltcup-Gesamtwertung anzuführen. Mit 42 Punkten liegt er vor Kevin Staut (39) und seinem Landsmann Romain Duguet (37). Bestplatzierte Deutsche ist derzeit Meredith Michaels-Beerbaum an neunter Stelle mit 25 Punkten. Christian Ahlmann und Daniel Deußer teilen sich Rang zwölf der Reiter mit 20 Punkten mit Abdel Said und Alberto Zorzi. Nach Platzierungen in den USA liegt der aktuelle Europameister der Jungen Reiter, Guido Klatte, nun auf Platz 16 und damit noch innerhalb der magischen 18 der West-Europaliga, die am Weltcupfinale teilnehmen dürfen. Aber bis dahin ist es ja noch ein bisschen hin.

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