Tierschützer erheben Anzeige gegen Ahlmann

Cöster und Christian Ahlmann in Aachen

Cöster und Christian Ahlmann in Aachen (© Julia Rau / www.rauphoto.de)

Der deutsche Arm der internationalen Tierschutzorganisation Peta, PETA Deutschland e.V., hat Strafanzeige gegen den Springreiter Christian Ahlmann erhoben. PETA sieht einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz durch die Verabreichung des Medikaments Capsaicin während der Olympischen Spiele in Hongkong.

Im Gegensatz zum Weltreiterverband FEI, der Ahlmanns Argumentation gefolgt war, wonach Cöster Capsaicin nicht auf die Beine (das wäre Doping), sondern zur Behandlung des Rückens verabreicht bekommen hatte (Tatbestand der Medikation) spricht Peta in einer Pressemitteilung davon, der Deutsche habe sein Springpferd Cöster zur rechtswidrigen Leistungssteigerung mit diesem Alkaloid (Capsaicin) behandelt. Weiter heißt es: Die nach Griechenland bereits wiederholte illegale Behandlung der Pferde durch deutsche Springreiter zeigt einmal mehr die Skrupellosigkeit mancher Olympioniken im Springreiten gegenüber ihren Tieren, so Dr. sc. agr. Edmund Haferbeck, wiss. Berater von PETA Deutschland e.V. Die Springreiter sind in bezug auf Doping Branchenführer innerhalb der FEI-Disziplinen, zitiert die Tierschutzorganisation Dr. Peter F. Cronau aus dem Jahr 1995, damals war Cronau Mannschaftstierarzt der deutschen Springreiterequipe. PETA erläutert auch, warum man sich zur Anzeige entschlossen hat die Verwendung von Capsaicin sei unsichtbares Barren heißt es in Anspielung an den Barrskandal der frühen 1990er Jahre.