Weltreiterspiele Tryon 2018

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Luftaufnahme des Tryon International Equestrian Center, wo bei den Weltreiterspielen 2018 Pferdesportgeschichte geschrieben werden wird. (© www.tryon2018.com)

Ein ungarischer Springreiter hatte es auf die Teamplätze zweier Kollegen für die Europameisterschaften in Göteborg abgesehen und vergriff sich an deren Pferden, um die Konkurrenz auszuschalten.

Zu dieser Erkenntnis kam ein FEI-Tribunal, das mit der Untersuchung dieser Fälle betraut war. Bei einem Weltcup-Qualifikations-Turnier Anfang August in Bratislava (also kurz vor Beginn der Europameisterschaften in Göteborg) hatte man bei den Pferden Timpex Bolcsesz von Gabor Szabo Jr. und Chacco Boy von Mariann Hugyecz das verbotene Sedativum Acepromazine (ACP) festgestellt.

Die Reiter hatten selbst darum gebeten, die Pferde zu testen. Der Grund: Die Pferde benahmen sich auffällig und sie fanden Nadeleinstiche. Beide Reiter zogen ihren Start vom Großen Preis zurück.

Augenzeugen berichteten, sie hätten gesehen, wie Lazlo Toth Jr., der als Reservist für Göteborg gelistet war, die Box von Timpex Bolcsez verließ. Ein anderer Pfleger berichtete, wie er Toth mit einem Apfel und einer Spritze in Richtung der Box hatte gehen sehen.

Die Polizei wurde gerufen. Toth erhielt eine Anzeige und wurde vom ungarischen Verband ausgeschlossen. Der Verband selbst hatte den Fall dem FEI-Tribunal übergeben mit der Bitte, die beiden Reiter der manipulierten Pferde freizusprechen und mögliche Sanktionen gegen Laszlo Toth Jr. in Erwägung zu ziehen.

Die FEI hat im Sinne der geschädigten Reiter entschieden. Allerdings wurden die Ergebnisse ihrer Pferde auf dem Turnier trotzdem gestrichen und sie hatten zudem Gerichtskosten.

Was potenzielle Sanktionen gegen Laszlo Toth Jr. angeht, wollte die FEI abwarten, wie der ungarische Verband nun weiter vorgeht, nachdem er ja bereits gesperrt wurde.

www.horseandhound.co.uk

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