Villach: Olympia-Silberpaar holt Championat, Cian O’Connor nicht zu stoppen

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Peder Fredricson und All In auf dem Weg zu Silber bei den Olympischen Spielen 2016. (© Pauline von Hardenberg)

Das große Geld hat die Springreiter dieses Wochenende nach Österreich gelockt, ins Glock Horse Performance Center in Villach. Die größten Siege gingen bislang nach Schweden und Irland.

Gestern Abend ging es in einem 1,50 Meter-Springen mit zwei Umläufen um das Championat des Veranstalters. Hier hatten die beiden Zweitplatzierten der Olympischen Spiele in Rio die Nase vorn, Peder Fredricson (SWE) und sein elfjähriger SBS-Wallach All In v. Kashmir van Schutterhof. Als eines von vier Paaren blieben sie auch in der zweiten Runde ohne Abwurf. Da machte es auch nichts, dass sie mit 43,94 Sekunden nur die zweitschnellste Zeit hatten. Denn Pieter Devos (BEL) und Espoir nahmen ihnen zwar ein paar Zehntel ab, hatten aber einen Klotz, Platz fünf.

Ebenfalls fehlerfrei geblieben waren Marcus Ehning und der elfjährige BWP-Wallach Gin Chin van het Lindenhof. Ihre 44,58 Sekunden bedeuteten Platz zwei. Dritter wurde der Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli auf der zehnjährigen Mr. Blue-Tochter Celena. Zanotellli reitet die Stute für das VDL Stud nachdem er den Ashford Farms zusammen mit seiner Frau Angelica Augustsson den Rücken gekehrt hatte, um sich selbstständig zu machen.

Paar Nummer vier im Bunde der fehlerfreien Ritte waren Hans-Dieter Dreher und sein immer wieder bewährter 16-jähriger Hannoveraner Hengst Embassy II v. Escudo. Sie belegten damit auch Rang vier in der Platzierung.

Glock’s Perfection Tour

Heute ging es im höchstdotierten Springen über 1,55 Meter mit Stechen. Hier war kein Vorbeikommen an Irlands Cian O’Connor. Der hatte schon am vergangenen mit seinem Championatspferd Good Luck den Großen Preis beim Nationenpreisturnier in Sopot gewonnen. Das nennt man wohl einen Lauf. Heute hatte er den zehnjährigen Quasimodo Z-Sohn Callisto gesattelt, der der Konkurrenz mehr als drei Sekunden abnahm im Stechen.

Am dichtesten dran an der Siegerzeit von 40,98 Sekunden waren die Doppelwelt- und -europameister, Jeroen Dubbeldam auf seinem nun 13-jährigen Rash-Sohn Zenith mit 43,13 Sekunden. Der Wallach gehört übrigens weiterhin dem Springpaarden Fonds Nederlands und trägt das Präfix SFN im Namen. Eigentlich sollte Zenith nach den Olympischen Spielen in Rio verkauft werden. Aber die Gebote entsprachen nicht den Erwartungen. Glück für Dubbeldam! Der Wallach wurde zurückgekauft.

Rang drei ging wieder an Peder Fredricson, diesmal im Sattel des zehnjährigen KWPN-Wallachs Christian K v. Namelus R (0/48,28).

Bester Deutscher war erneut Marcus Ehning mit der elfjährigen Zangersheider Stute Cristy v. Canturo auf Rang sechs (4/42,97). Im Geld waren auch Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und die erst neunjährige BWP-Stute Indi v. Erco van’t Roosakker als Zehnte (4/47,09).

Alle Ergebnisse aus Villach finden Sie hier.