Wellington: Bertram Allen und Harley vd Bisschop gewinnen ersten gemeinsamen Großen Preis

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Bertram Allen und Harley vd Bisshop feierten in Wellington ihren ersten gemeinsamen Sieg in einem Großen Preis. (© Sportfot)

Seit fast vier Jahren geht der belgischen Schimmel nun schon unter dem Iren Bertram Allen, doch ein Sieg in einem Großen Preis war ihnen bisher noch nicht beschieden. Das änderte sich am Wochenende in Wellington.

120.000 Dollar gab es zu gewinnen in dem CSI3*-Grand Prix von Woche sechs des Winter Equestrian Festivals in Wellington. Von den 45 Teilnehmern hatte es ein Drittel ins Stechen geschafft. Bertram Allen und der inzwischen 15-jährige Harley vd Bisschop hatten den günstigsten Startplatz, nämlich den ganz am Schluss. Diesen taktischen Vorteil konnten die beiden nutzen: Sieg mit mehr als einer Sekunde Vorsprung. Was nicht selbstverständlich war, wie Allen später sagte:

„Aus irgendeinem Grund gelingen mir mit Harley nicht immer die besten Stechen. Ich wollte einfach meine Runde reiten und dann hat alles funktioniert. Ich weiß, dass er schnell genug gehen kann. Aber ich wollte nichts forcieren. Und dann habe ich schon von eins auf zwei eine gute Distanz erwischt, das gleiche in der Zweifachen und dann lief es einfach.“

Für Bertram Allen war es schon der zweite Sieg in Folge in diesem Großen Preis. Letztes Jahr saß er allerdings auf Castlefield Vegas. Den Dulf vd Bisschop-Sohn Harley hatte Allen im November 2018 von Nicola Philippaerts übernommen, der den Schimmel ausgebildet hat. Zu dem Zeitpunkt hatte das Duo gerade mit Belgien das Nationenpreis-Finale in Barcelona gewonnen. Auch mit Bertram Allen hatte der Schimmel einige gute Platzierungen. Aber ein Sieg in einem Großen Preis war ihnen bis dato nicht gelungen. Zuletzt hatte auch Bertrams jüngerer Bruder Harry den Wallach einige Male auf Turnieren vorgestellt.

Aber wie Bertram Allen berichtete: „Er (Harry) ist in Spanien mit einigen der anderen Pferde. Er (Harley) kam in der ersten Woche hierher. Daher dachte ich, es wäre gut ihn zu reiten und zu sehen, wie es hier gemacht wird, denn es ist anders als in Europa.“ Sein Fazit mit Augenzwinkern: „Für ihn war es eine gute Erfahrung und ganz offensichtlich habe ich ihm nicht geschadet.“

Die weiteren Plätze

Zweiter wurde Englands Olympiasieger Ben Maher im Sattel des Baltic VDL-Sohn Faltic, auf den er große Stücke hält, aber der trotz seiner zwölf Jahre noch recht grün sei, wie Maher sagt: „Er hatte eine super Grundausbildung und ist bis Drei-Sterne-Niveau gesprungen. Durch COVID in Europa hatte er allerdings ein bisschen Pause. Darum muss er diese nächste Stufe und schnellere Stechen noch lernen, obwohl er schon zwölf ist. Von daher war ich heute sehr glücklich über ihn!“

Nur drei hundertstel Sekunden langsamer als Ben Maher und Faltic waren der Brasilianer Eduardo Menezes und der KWPN-Hengst Elvaro v. Calvaro, der sein Comeback nach einer Verletzungspause gab, die ihn seit August 2021 außer Gefecht gesetzt hatte.

Hinter den Top drei wurde der irische Seriensieger der letzten Monate, Conor Swail auf Count me In Vierter vor den beiden Evergate-Stallkollegen Nayel Nassar (EGY) mit Coronado und Harrie Smolders (NED) mit Monaco.

Aus deutscher Sicht gab es im nationalen Grand Prix zwei Schleifen zu vermelden. Sieger war hier Belgiens Nicola Philippaerts mit dem Holsteiner Cayado-Sohn Zaydo vor Christian Coyle mit Costa Diam. An dritter Stelle reihte sich der in den USA beheimatete, aber nach wie vor unter deutscher Flagge startende Wilhelm Genn im Sattel von Bugatti ein, einem 16-jährigen niederländischen Heartbreaker-Sohn. Dank der schnellsten Vier-Fehler-Runde im Normalparcours waren auch Richard Vogel und der zehnjährige Zangersheider Wallach Zapitol S v. Zandor noch unter den Platzierten – Rang sieben.

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