Wellington: Daniel Deußer gewinnt den 214.000 Dollar Great American Grand Prix

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Daniel Deußer und Killer Queen beim CHIO Aachen. (© von Korff)

Ein Killer ist sie ganz und gar nicht, aber eine Queen auf jeden Fall: Daniel Deußers Superstute Killer Queen, die heute in Wellington einmal mehr alle hinter sich ließ.

Schon als sie beim CHIO Aachen 2018 die Youngster Tour gewann, schwärmte Daniel Deußer von den Qualitäten seiner Eldorado vd Zeshoek-Tochter Killer Queen. Aber ob sie eines Tages in die Fußstapfen seines inzwischen pensionierten Weltcup-Siegers Cornet d’Amour würde treten können, dazu wollte Deußer damals lieber keine Prognose abgeben. Wobei, so viel ließ er sich damals schon entlocken: „So wie sie hier heute drüber gegangen ist, bin ich überzeugt, dass sie in ein, zwei Jahren auch den Preis von Europa oder NRW springt!“ Ein prophetischer Satz, denn 2019 hat Killer Queen tatsächlich den Preis von NRW gewonnen. Unter anderem. Und heute hat sie ihrem Reiter einmal mehr gezeigt, dass sie gedenkt, die Queen im Stall zu sein.

Schon als junges Pferd war Killer Queen blitzschnell. Heute war sie die einzige, die das Stechen nicht nur fehlerfrei, sondern in unter 40 Sekunden schaffte. Das bedeutete einen klaren Sieg für das einzige deutsche Starterpaar im Great American Grand Prix und 70.620 Dollar für die Haferkasse.

Am dichtesten dran an der Zeit der beiden waren die inzwischen für Israel reitende Ashlee Bond und der zehnjährige Westfale Donatello v. Diarado, der damit ein eindrucksvolles Comeback feierte. Sein letztes Turnierwochenende war im März 2020, ebenfalls in Wellington. Damals gewann er den CSI5*-Grand Prix. Seither war er kein Turnier mehr gegangen. Und heute dann gleich so eine Performance: zweimal fehlerfrei, 40,416 Sekunden.

Rang drei holten Mannschaftsweltmeister McLain Ward und Contagious in die USA nach einer 40,669 Sekunden, mit der sie Lucy Deslauriers und Hester ganz zum Schluss um Haaresbreite (40,688 Sekunden) vom Podium schubsten.

Ein Wiedersehen gab es in dem Springen übrigens mit einem alten Bekannten: Beezie Maddens Spruce Meadows-Sieger Darry Lou, der hier seinen ersten Großen Preis ging, seit er zu Jennifer Gates gewechselt war. Die saß heute allerdings nicht selbst im Sattel, sondern ihr Verlobter, der Ägypter Nayel Nasser. Sie lieferten einen tollen ersten Umlauf, schieden im Stechen jedoch aus. Jennifer Gates selbst hatte den KWPN-Fuchs im Herbst vergangenen Jahres in ersten kleineren Springen über 1,40 und 1,45 Meter geritten, meistens mit einem Abwurf. Nayel Nasser hat ihn im Januar erstmals in Wellington geritten, bislang immer fehlerfrei.

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