Wellington: Erstes Highlight in WEF-Woche fünf an Kent Farrington und Casall-Tochter Austria

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Kent Farrington und Austria in Wellington 2020 (© Sportfot)

Wenn Kent Farrington von der Holsteiner Stute Austria spricht, kommt er aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Kein Wunder. Die zwölfjährige Casall-Tochter trägt den US-Springreiter von Erfolg zu Erfolg. So auch gerade wieder in Wellington.

Als zwölftes Paar im 19-köpfigen Stechen um das mit 137.000 US-Dollar dotierte Highlight der fünften Woche des Winter Equestrian Festivals rollten Kent Farrington und Austria das Feld quasi von hinten auf. Fehlerfrei und mit exakt 0,3 Sekunden Vorsprung stürmte die Casall-Corrado-Tochter aus der Zucht von Heide Maria Kriegler ins Ziel.

Platz zwei ging an Adrienne Sternlicht auf der elfjährigen Toulon-Tochter Just a Gamble, gefolgt von Olympiasieger Eric Lamaze (CAN) auf dem Oldenburger Chacco Blue-Sohn Chacco Kid.

Mit Abstand Schnellster des Stechens war McLain Ward (USA) auf seinem neuen Star, dem gerade mal dem Ponymaß entwachsenen Catoki, der in 38,84 Sekunden über den Parcours flog, aber eine Stange mitnahm. Deutsche Paare waren nicht am Start.

Austria – neuer Star im Stall Farrington

Gerade ein dreiviertel Jahr ist es her, dass Kent Farrington die Holsteiner Stute Austria unter den Sattel bekam. Seither springen die beiden von Erfolg zu Erfolg. Nicht weniger als 13 mal beendeten die beiden eine Prüfung unter den Top fünf. Zudem gewannen sie in Genf das IJRC Top Ten-Springen.

Das kommt nicht von ungefähr, wie Farrington sagt: „Ich fühle einfach keine Grenze bei ihr. Sie hat eine unfassbare Einstellung. Es braucht einen langen Weg und ein Pferd, das wirklich für Dich kämpfen will, ist ein riesengroßer Teil des Kampfes, um im Spitzensport bestehen zu können.“

Das wusste Farrington eigentlich schon, ehe er die Stute zu reiten begann. Er sagt, er habe sich in ihren Typ verliebt. „Sie ist superleicht und blutgeprägt. Diese Pferde mag ich am liebsten, sie ziehen mich immer an. Sie ist super vorsichtig, von Natur aus schnell, ein modernes Springpferd.“

Kennengelernt hat er sie, weil sie seinen Nachbarn gehört. Um Weihnachten herum wünschte er den Nachbarn frohe Weihnachten und fügte noch hinzu, er wünsche sich vom Weihnachtsmann, dass er Austria reiten dürfe. Es habe noch nicht geklappt, aber er gebe die Hoffnung nicht auf. „Nach dieser Saison haben sie mich gefragt, ob ich Austria reiten will. Mein Weihnachtswunsch ist in Erfüllung gegangen.“

Dabei sei ihm gar nicht klar gewesen, was die Stute eigentlich wirklich kann. Das hat sie ihm inzwischen gezeigt. Nun hat sie erst einmal zwei Wochen Pause. Im mit 401.000 US-Dollar dotierten Großen Preis darf Farringtons Aachen-Siegerin Gazelle zeigen, was in ihr steckt.

Übrigens, wenn Sie die Geschichte von Kent Farrington interessiert, dem der internationale Topsport alles andere als in die Wiege gelegt worden war, sollten Sie unsere Reportage in St.GEORG 1/2020 lesen!

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