Wellington: Erstes Turnier, erster Sieg für McLain Ward mit neuem Pferd

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McLain Ward und Catoki (© Sportfot)

Mannschaftsweltmeister und -olympiasieger McLain Ward stellte gestern in Wellington ein neues Pferd vor, einen Holsteiner, in den er große Hoffnungen setzt, wie er sagt. Wobei das Pferd fast ein Pony ist.

Es handelt sich um den nun gerade elfjährigen Holsteiner Catoki, den man nach seinem berühmten Vater benannt hat. Die Mutter ist eine Caretello B-Tochter. Der Wallach war von dem Polen Martin Rozynek in den internationalen Sport gebracht worden, mit dem er in Springen bis 1,45 Meter im Einsatz war. Danach wurde er in die USA verkauft und dort auf nationaler Ebene vorgestellt. McLain Ward entdeckte das Talent und schlug zu. Seit Dezember gehört er ihm mit weiteren Anteilseignern.

In Wellington haben die beiden nun ihre ersten Prüfungen zusammen bestritten und waren auf Anhieb siegreich. Gestern gewannen sie ein 1,45 Meter-Springen an diesem CSI3*-Wochenende mit rund eineinhalb Sekunden Vorsprung vor Irlands Darragh Kenny auf Billy Dorito.

Ein zu großes Pony

Ward berichtete nach seinem Sieg: „Ich kannte das Pferd und habe ihn ein paar mal gesehen. Ich mochte ihn.“ Als ihn ein Bekannter dann noch mal auf ihn aufmerksam machte, schlug er mit noch zwei Mitbesitzern zu. „Wir setzen große Hoffnungen in ihn“, betont Ward.

Der Wallach ist fast noch im Ponymaß mit gerade mal 1,54 Meter Stockmaß. „Er ist klein, aber oho!“, betont Ward. „Er ist gar kein richtiges Pferd, eher ein Pony. Aber er ist blitzschnell und sehr vorsichtig. Ich denke, er könnte ein weiterer Carlos werden.“

Das ist ein großes Kompliment. Carlos war über Jahre hinweg Wards zuverlässigstes Zweitpferd, das sowohl in den Rahmenspringen glänzte als auch im Großen Preis, wenn er gebraucht wurde, eben ein Allrounder.

Der Plan ist nun, Catoki in Wellington besser kennenzulernen und vielleicht auch in höheren Springen zu starten. „Wir werden sehen, wie weit wir kommen“, so Ward. Er gibt aber auch zu, dass die „Größe“ des Wallachs gewöhnungsbedürftig ist: „Wenn ich aufsteige, muss ich daran glauben, dass er die Hindernisse wirklich springen kann. Aber ehrlich gesagt, ist er ein starkes Pferd das eigentlich keinen kurzen Galoppsprung hat. Ich muss ihn nur zusammenhalten, dann ist er immer bereit.“

Alle Ergebnisse aus Wellington finden Sie hier.

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