Wellington: Ian Millar siegt, Wiedersehen mit Bekannten

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Ian Millar und Dixson bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie. (© www.toffi-images.de)

Reiter sind ja bekanntlich aus etwas härterem Holz geschnitzt als, nun ja, sagen wir mal Fußballspieler. Das zeigte sich vergangene Woche einmal mehr bei der Qualifikation fürs Weltcup-Springen. Der Sieg ging an einen 70-Jährigen.

Am 6. Januar feierte Ian Millar alias Captain Canada seinen 70. Geburtstag. Ans Aufhören denkt er indes noch lange nicht. Wenn er so weiter macht, könnte er in Tokio seine elften (!) Olympischen Spiele bestreiten. Aktuell reitet er jedenfalls in bestechender Form. Bereits vor einer Woche gewann er in Wellington mit seinem 14-jährigen KWPN-Wallach Dixson v. Vigo d’Arsouilles ein 1,60 Meter Rahmenspringen in Wellington. Heute sezten die beiden in der Qualifikation fürs Weltcup-Springen noch einen drauf. Die beiden waren fast drei Sekunden schneller als der Rest des Feldes im Stechen. 38,26 Sekunden benötigten die beiden. Bei der US-Amazone Laura Kraut im Sattel der Holsteiner Dame Zeremonie v. Cero II waren es 41,06 Sekunden. Platz drei ging an Jessica Springsteen auf dem Zangersheider Cynar VA v. Clarimo.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Unter den Platzierten war auch ein Pferd, das im vergangenen Jahr als eines der viel versprechendsten Talente im internationalen Sport bezeichnet worden war: die Bayern Stute Cristalline. Die Crstallo-Caretello B-Tochter hatte sich gerade achtjährig für das Weltcup-Finale in Göteborg qualifiziert, damals noch unter dem Australier Chris Chugg. Sie sprang sich direkt in die Herzen der Zuschauer, denn wo andere müde wurden, drehte der junge Hüpfer erst richtig auf. Im Sommer verkaufte Chugg die Stute dann an die US-Amazone Adrienne Sternlicht, die mit ihr heute nach einem Zeitfehler im Umlauf als 15. noch platziert gewesen war.

Der 23-Jährigen gehört inzwischen übrigens auch der einst unter anderem mit Daniel Deußer und Pius Schwizer erfolgreiche OS-Wallach Toulago. Auch er wechselte im Spätsommer vergangenen Jahres zu den „Starlight Farms“ der Familie Sternlicht. Der in der Lewitz gezogene Braune belegte mit Pius Schwizer 2014 Rang sieben im Weltcup-Finale und gehörte zur Mannschaft bei den Weltreiterspielen in der Normandie. Auch 2015 gehörte das Paar zu den Teilnehmern am Weltcup-Finale. Danach übernahm Daniel Deußer die Zügel. Er gewann mit dem bunten Braunen 2016 den Großen Preis Offenburg und war einige Male gut platziert. Kurz ging der Wallach unter der Schwedin Petronella Andersson, ehe Adrienne Sternlicht übernahm. Sie hatte bereits sehr gute Erfolge mit Toulago. Mehrfach platzierten die beiden sich in 1,60 Meter-Grand Prix auf dem amerikanischen Kontinent unter den Top Ten.

Alle Ergebnisse aus Wellington finden Sie hier.

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