Wellington: Letzter Großer Preis des Winter Equestrian Festivals 2021 an Adam Prudent

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Adam Prudent und Baloutinue (© Sportfot)

Es ist die zwölfte und letzte Woche des Winter Equestrian Festivals in Wellington, Florida, und damit auch der letzte Große Preis, der mit einem Sieg für die Gastgeber endete.

Genauer gesagt endete der letzte Große Preis mit einem Sieg für Adam Prudent (USA) im Sattel seines elfjährigen Oldenburgers Baloutinue v. Balou du Rouet-Landor S.

Von den 42 Paaren im Umlauf hatten acht das Stechen erreicht. Jim Ifko und Un Diamant des Forets aus Kanada legten mit fehlerfreien 36,54 Sekunden eine Zeit hin, die im Vergleich zu den Paaren davor kaum schlagbar zu sein schien. Aber fegten Adam Prudent und Baloutinue über den Parcours und unterboten Ifkos Zeit lässigst: 35,28 Sekunden.

Da kam nicht mal der Master of Faster, Kent Farrington, auf seiner Topstute Gazelle mit. Bei ihm stoppte die Uhr nach 37,37 Sekunden. Damit stand Prudent als Sieger fest vor Jim Ifko und Kent Farrington auf Rang drei.

Prudent war nicht nur über seinen Sieg glücklich, sondern vor allem über sein Pferd, das er seit fast vier Jahren reitet, also von der Youngster-Tour bis jetzt, bis zum ersten Vier-Sterne-Grand Prix-Sieg begleitet hat.

„Das Pferd ist sehr vorsichtig, ich hatte bis jetzt noch nicht wirklich die Chance, ihn schnell zu reiten, da dies erst das dritte Stechen in einem Große Preis mit ihm war. Diesmal bin ich wirklich an die Grenze gegangen und habe ihn zum ersten Mal aufgefordert, alles zu geben. Ich wusste, dass da noch einige schnelle Leute nach mir kamen. Darum wollte ich wirklich alles versuchen und jedes Risiko eingehen. Das hat gut funktioniert.“

Das erkannte auch Kent Farrington neidlos an: „Ich war spät dran im Stechen und diese beiden hier früher und haben alles daran gesetzt, u zu gewinnen, was ich sehr schätze. Ich denke, das ist großartiger Sport. Die beiden hatten heute unglaubliche Runden, und das Stechen war sehr offen gebaut. Das passt gut zu flinken Pferden wie ihren.“

Farringtons Gesamtfazit der zurückliegenden Wochen: „Ich denke, wir hatten diesmal mehr Reiter aus Europa hier als in der Vergangenheit. Ich glaube, mindestens fünf Reiter von den Top Ten der Weltrangliste sind hier. Das lässt jeden hier besser Reiten. Es gab nicht ein Springen, das einfach zu gewinnen war. Von daher hat jeder, der hier einmal gesiegt hat, es auch wirklich verdient. Es waren hochklassige Pferde hier und super Reiterei. Heute bildete da keine Ausnahme.“

Daniel Deußer war in diesem Springen nicht mehr am Start. Er hatte Casallvano reiten wollen, ihn dann aber doch zurückgezogen. Gleichwohl gab es noch einige Preise für ihn bzw. für seinen Arbeitgeber, die Stephex Stables. So erhielten sie den Preis für den Besitzer des Pferdes, das das meiste Preisgeld gewonnen hat, was dieses Jahr sein Tobago Z war, der unter anderem vergangenes Wochenende den Rolex Grand Prix für sich entschieden hatte. Und auch der Preis für den Stall, dessen Pferde in Summe das meiste Geld gewonnen haben, ging an die Stephex Stables.

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