Wellington: Michaels-Beerbaum-Schülerin lässt britische Weltspitze hinter sich

Ausdrey Coulter und Acorte

(© Sportfot)

Mit der vor noch nicht allzu langer Zeit von Rolf Moormann erworbenen Acorte setzte die 21-jährige US-Amazone Audrey Coulter sich in Wellington im 280.000 Dollar-Grand Prix gegen Scott Brash und Ben Maher durch. Und sicherte sich außerdem noch ein weiteres Springen.

Die noch recht unbekannte Audrey Coulter und die nun elfjährige Hannoveraner Acorado-Stakkato-Tochter Acorte haben sich offenbar sehr gut zusammengerauft. Gestern ließen sie die Nummern eins und zwei der Weltrangliste jedenfalls locker hinter sich mit einer fehlerfreien 40,51 Sekunden-Runde im Stechen. Platz zwei ging an Scott Brash auf der 13 Jahre alten in Schottland gezogenen Ahorn-Papageno-Tochter Ursula XII, die nach 41,10 Sekunden ins Ziel kam. Ben Maher und sein Toppferd Cella, die zwölfjährige BWP-Stute v. Cento-Chin Chin, benötigten 41,31 Sekunden.

Nur diese drei Paare hatten auch den Stechparcours fehlerfrei überwinden können. Aber selbst diejenigen Reiter, die mehr riskierten und einen Fehler hatten, kamen nicht an Coulters Superzeit heran. Die 21-jährige Schülerin von Meredith Michaels- und Markus Beerbaum war natürlich überglücklich: „Das habe ich nicht wirklcih erwartet. Ich war einfach glücklich in einer Prüfung zu reiten mit Ben Maher und Scott Brash. Und ich habe so ein Glück, dieses Pferd zu haben und solche unglaublichen Trainer wie Meredith und Markus. Ich bin einfach überglücklich, hier zu sein.“

Dabei hatten Audre Coulter und Acorte das Pech, vor den beiden Favoriten ins Stechen gehen zu müssen. „Ich habe gehofft, dass die Zeit gut genug sein würde. Aber in dem Bewusstsein, dass sie nach mir kommen würden, wäre ich auch glücklich mit Platz zwei oder drei gewesen. Ich habe alles getan und bin so schnell geritten wie ich konnte und mein Pferd ist schnell. Also habe ich gehofft, zu gewinnen, und heute hat es geklappt.“

Über Acorte, mit der Rolf Moormann sich in den vergangenen Jahren vermehrt ins Licht der Öffentlichkeit geritten hatte, sagte sie: „Sie ist unglaublich. Sie ist ein bisschen kratzbürstig, aber sie hat das größte Herz und jedesmal, wenn sie in den Parcours geht, versucht sie alles. Ich habe so ein Glück, sie zu haben. Sie ist wirklich vermögend und vorsichtig. Als wir zum ersten Mal hierher kamen, war sie glaube ich ein bisschen eingeschüchtert. Aber wir haben sie wirklich verwöhnt. Sie liebt Leckerlis und wir haben ihr eine Menge Aufmerksamkeit gewidmet.“

Wie man schüchternen Pferden Selbstvertrauen gibt, damit kennen Audreys Trainer, Meredith Michaels- und Markus Beerbaum sich aus. Denn auch Shutterfly war ein Sensibelchen. Ihre Musterschülerin sagte über die beiden: „Mit ihnen zu trainieren, ist fantastisch. Sie sind so unterstützend. Markus ist nur noch auf und ab gesprungen als ich gewonnen habe. Sie sind immer für einen da. Aber sie vertrauen dir auch, dass du weißt, was du tust. Also ist es eine nette Diskussion, die ich wirklich genieße. Zusammen mit Meredith zu trainieren ist überwältigend. Sie ist eine unglaubliche Reiterin, also macht es einfach Spaß, zusammen mit ihnen in einem Stall zu sein.“

Dass dieser Erfolg kein Zufall war, zeigte Audrey noch am selben Tag, als sie Nachmittags mit ihrem zweiten Pferd, der bereits 16-jährigen Clinton-Attach Z-Tochter Victory DA die mit 84.000 Dollar dotierte Suncast 1,50 Meter-Meisterschaft gewann.

Einziger Deutscher unter den Platzierten im Großen Preis war Daniel Deußer, der mit Cornet d’Amour einen Abwurf im Normalparcours hatte, damit aber noch Zwölfter wurde.

Quelle: Pressemitteilung

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