Wiesbaden: Haßmann holt den Preis des Hessischen Ministerpräsidenten

Seinen bislang größten Erfolg in Wiesbaden konnte heute Felix Haßmann feiern.

Der Mann aus Westfalen reitet seit langem auf allerhöchstem Niveau ganz vorne mit. Aber im Moment hat Felix Haßmann einen besonderen Lauf. Anfang des Monats holte er die Goldene Peitsche beim Hardenberger Burg-Turnier für den zweiten Sieg in Folge im Großen Preis des Traditionsturniers. Und das heute: Sieg im Preis des Hessischen Ministerpräsidenten, einem 1,55 Springen mit Stechen. Dafür hatte Haßmann den zwölfjährigen Quali Quanti gesattelt, einen Quidam de Revel-Sohn, der seinem Vater Reinhard Haßmann gehört. Der Württemberger Hengst sauste in 44,45 Sekunden durch den Stechparcours. Er erklärte, Quali Quanti sei in diesem Jahr noch nicht viele Turniere gegangen, aber: „Das hat heute echt Spaß mit ihm gemacht. Das war ein reell schnelles Stechen!“ Der heutige Sieg sei sein größter bisheriger Erfolg in Wiesbaden gewesen, gab Haßmann zu und ergänzte viel sagend: „Fehlt nur noch der Große Preis …“ Dann hat Quali Quanti allerdings Pause und Stallkollege Balzaci darf ran. Der hat seine Kräfte heute schonen können.

Klatte wieder klasse

Guido Klatte Jun., der Aufsteiger des Jahres nach der sensationellen Weltcupsaison, hat heute einmal mehr gezeigt, dass er das Zeug zu einem ganz Großen hat, nicht nur auf Paradepferd Qinghai. Heute steuerte er den erst achtjährigen Corisanto (v. Cornet’s Prinz-Couleur Rubin) auf Platz zwei nach fehlerfreiem Stechen in 45,24 Sekunden. Klatte gestand später: „Ich bin absolut überrascht von diesem Pferd.“ Er sei noch jung und habe wenig Erfahrung, aber er sei schnell und habe enormes Springvermögen. „Nur an der Lenkung müssen wir noch ein bisschen feilen …“

MMB und die Jungs

Dritte wurde Meredith Michaels-Beerbaum mit einem neuen Pferd, dem neunjährigen Westfalen Samurai v. Stalypso-For Keeps. Wiesbaden war erst das vierte gemeinsame Turnier des Paares und das erste Mal, dass sie sich in einem schnellen Stechen versucht haben. Das gelang. Null Fehler in 45,92 Sekunden. Samurai ging zuvor unter dem Slowenen Gaj Rossa, der 2016 bei den Europameisterschaften der Junioren am Start gewesen war. Er arbeitet nun als Bereiter im Stall von MMB und ihrem Mann Markus Beerbaum.

Bis heute war der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung, ein Fan von Fußball und Tischtennis, jetzt ist er Springsport-Fan. „Das war heute für mich eine ganz neue Erfahrung“, erklärte er. Es war sein erster Besuch beim Pfingstturnier und sein Fazit war äußerst positiv: „Ich bin absolut begeistert. Ich komme auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder.“

Zumal Jung heute seinem prominenten Namensvetter zuschauen konnte, wie er in dem wichtigsten Springen des Tages Vierter wurde: Michael Jung. Mit der Stute Solution, die er erst seit diesem Jahr, aber schon sehr erfolgreich reitet, kam er fehlerfrei in 46,06 Sekunden durchs Ziel.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.