Zürich: Longines Grand Prix an Martin Fuchs, super Premiere von Chacon und Philipp Weishaupt

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Große Freude bei Martin Fuchs über seinen Sieg im letzten Großen Preis von Zürich. Nach diesem Jahr ist Schluss mit diesem prestigeträchtigen Turnier. (© katjastuppia.ch/mercedes-csi.ch)

Der Schweizer Martin Fuchs reitet derzeit auf einer Erfolgswelle bei den großen heimischen Hallenturnieren, erst in Basel und nun in Zürich. Und nicht nur er hatte heute Grund zur Freude.

In Basel hatten Martin Fuchs und sein zwölfjähriger Westfale Clooney v. Cornet Obolensky sich schon den Großen Preis gesichert. Heute wiederholten sie das Kunststück in Zürich. Für Martin Fuchs war dieser Sieg umso emotionaler, als da 2018 das letzte Austragungsjahr des Mercedes CSI in Zürich ist. Die Veranstalter haben beschlossen, nicht mehr weiterzumachen.

Nur sieben Paare hatten es ins Stechen um den 1,55 Meter hohen Logines Grand Prix von Zürich geschafft. Das Springen ist das erste Highlight des Turniers, ehe es am Sonntag um Weltcup-Punkte geht. Sieben Paare im Stechen, von denen wiederum nur drei erneut fehlerfrei blieben. Das Springen war also alles andere als einfach.

Aber Fuchs‘ Schimmel blieb nicht nur ein zweites Mal strafpunktfrei, er lieferte mit seinen 35,12 Sekunden auch noch eine Zeit, die völlig uneinholbar war. Damit waren dem Paar die 33.000 Schweizer Franken für den Sieger gewiss (knapp 28.500 Euro).

Platz zwei ging an den Italiener Luca Maria Moneta, der mit dem 17-jährigen Connery ebenfalls westfälisch beritten war. Der Cordobes II-Sohn überquerte die Ziellinie nach 35,68 Sekunden.

Dritter wurde Irlands Bertram Allen im Sattel des zwölfjährigen Belgiers Gin Chin van het Lindenhof, den er im vergangenen Jahr von Marcus Ehning übernommen hatte, mit dem er übrigens auch schon trainiert hat. Hier stoppte die Uhr nach 37,37 Sekunden.

Die Deutschen

Den schnellsten Vier-Fehler-Ritt im Stechen und zugleich die zweitschnellste Zeit überhaupt (35,60 Sekunden) hatten Philipp Weishaupt und der OS-Wallach Chacon v. Chacco Blue bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier geliefert. Chacon ist eigentlich das Pferd von Weishaupts Chef, Ludger Beerbaum. Doch der hatte mit Chacon beim Weltcup-Turnier in Mechelen kurz vor Jahreswechsel einen Unfall, bei dem er sich den Oberarm mehrfach brach. Also setzte er kurzerhand seinen Bereiter auf den Wallach. Die beiden scheinen sich gut zu verstehen. Im Eröffnungsspringen waren sie ebenfalls fehlerfrei gewesen, jedoch nicht platziert. Im Großen Preis wurde es nun Rang vier.

Sowohl Hans-Dieter Dreher mit der zehnjährigen Berlin-Tochter Berlinda als auch Marcus Ehning auf Erfolgspferd Pret a Tout kamen mit acht Fehlerpunkten aus dem Normalparcours und hatten dementsprechend mit der Platzierung nichts zu tun.

Die weiteren Prüfungen

Das war den vorangegangenen Springen noch anders gewesen. Im Mercedes-Benz Jump & Drive holte Hans-Dieter Dreher auf der DSP-Stute Savita v. Stakkato Gold Rang drei. Im Eröffnungsspringen waren die beiden bereits Fünfte gewesen.

Hier stellte Marcus Ehning die neunjährige Holsteiner Stute Baccarat v. Crawford vor, die zuletzt vor allem von Ehnings Bereiterin Kendra-Claricia Brinkop eingesetzt worden war. Mit dem Chef lieferte sie heute eine fehlerfreie Runde im Eröffnungsspringen war aber nicht platziert. Außerdem hatte Ehning hier noch die Canturo-Tochter Cristy am Start, die ebenfalls ohne Abwurf blieb.

Philipp Weishaupt hatte neben Chacon auch noch seinen Star gesattelt, den Holsteiner Hengst Convall. Der elfjährige Colman-Sohn bereitete sich mit einer Runde ohne Hindernis-, lediglich mit einem Zeitfehler auf die kommenden Tage vor.

Für Martin Fuchs war der Große Preis heute nicht der einzige Sieg gewesen. Zuvor hatte er auf der neunjährigen SBS-Stute Dubai du Bois Pinchet v. Kashmir van Schuttershof noch das 1,45 Mete-Zeitspringen gewonnen.

Hans-Dieter Dreher hatte mit seiner Zukunftshoffnung Nadal Z in diesem Springen einen Abwurf. Ähnlich erging es Philipp Weishaupt auf dem elfjährigen Lasse K v. Le Carolus. Bei dem Oldenburger, den sonst ebenfalls Ludger Beerbaum reitet, kam allerdings noch ein Zeitfehler hinzu. Bei Marcus Ehning und Baccarat summierten sich 16 Strafpunkte.

Alle Ergebnisse aus Zürich finden Sie hier.

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