Zwei große Springpferde danken ab

Gleich zwei im internationalen Springparcours hoch erfolgreiche Pferde werden demnächst ihren Abschied aus dem Sport nehmen, eines aus Schweden und eines aus den Niederlanden.

Aus den Niederlanden ist es Maikel van der Vleutens Mr. Blue-Grand Veneur-Tochter Sapphire, die mit 16 Jahren Sandboden gegen Weidegras eintauscht. Denn Sapphire soll auf die Weide gehen und wenn möglich noch ein paar Fohlen bekommen. Verdient hat sie es. Die Schimmelstute war siegreich auf Vier- und Fünf-Sterne-Turnieren, bei Weltcup-Qualifikationen und Global Champions Tour-Etappen. Sapphire hat Maikel van der Vleuten 2009 bei seiner letzten EM im Junge Reiter-Lager auf den fünften Platz getragen. Sieben Jahre lang waren die beiden ein Team. Van der Vleuten erklärte: „In den vergangenen Monaten habe ich gespürt, dass sie körperlich nicht mehr so gut drauf ist. Es ist also nicht fair, sie weiter zu reiten, auch wenn sie es mental noch will. Sapphire hat so viel Großartiges getan und zu meinen schönsten Erinnerungen mit ihr gehört der Weltcup-Sieg in der Olympia Hall 2013. Und auch, dass sie zweimal den Großen Preis von Maastricht gewann, 2013 und 2014. Ich werde sie vermissen. Es ist nicht einfach ein Pferd wie sie zu finden.“

Schwedens Jens Fredricson wird demnächst ohne seinen Olympiapartner Lunatic auskommen müssen. Der schwedische Landlord-Utrillo-Sohn soll nun ebenfalls seine Rente genießen. Wie die Pferde im aktuellen St.GEORG-Special „Kleine Helden“ ist auch Lunatic nicht höher als die Hindernisse, die er zu Tausenden überwunden hat. Aber sein Reiter sagt, er habe über den unbedingten Willen fehlerfrei bleiben zu wollen verfügt. Er habe immer das Gefühl gehabt, Lunatic seien Flügel gewachsen, sobald er den Turnierplatz betrat. „Neun Jahre lang habe ich Lunatic trainiert und auf Turnieren vorgestellt. Er bedeutet mir unwahrscheinlich viel. Aber jetzt ist es Zeit, dass er aufhört. Ich freue mich darauf, ihn in Skåne zu begrüßen, wo er seine Freiheit als Rentner genießen wird.“

Einer der schönsten Erfolge des Paares war sicherlich der Sieg im Longines Grand Prix beim CSIO5*-Turnier von Falsterbo. Darüber hinaus gewannen sie Bronze mit dem schwedischen Team bei den Europameisterschaften 2011 in Madrid und gehörten zum Team bei den Olympischen Spielen 2012. 2013 platzierten sie sich als Zwölfte beim Weltcup-Finale in Göteborg.

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