Vermutlich Wölfe: Zwei Stuten im Landkreis Peine und im Jerichower Land gestorben

Wolf

(© www.st-georg.de)

Sowohl im Landkreis Peine in Niedersachsen als auch im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt kamen in den letzten Tagen Pferde ums Leben. In beiden Fällen wird untersucht, ob Wölfe beteiligt waren.

Bei dem toten Pferd im Landkreis Peine handelt es sich um eine Tinker Stute, die auf einer Weide bei Rietze stand. Sie war so schwer verletzt, dass sie später in einer Klinik eingeschläfert werden musste. Es wird untersucht, ob ein Wolf die Stute angegriffen hat.

Der zuständige Wolfsberater Lüder Richter erklärte, aktuell wisse man von keinem Rudel, das im Landkreis Peine heimisch ist. Aber: „Wir haben Zulauf aus den benachbarten Landkreisen. Die Wölfe sind unterwegs und suchen Nahrung für ihre Welpen.“ Von daher müsse man mit Rissen rechnen.

Tragende Stute

In Möckern im Jerichower Land kam eine tragende Stute ums Leben. Die Besitzerin, Nicole Friebus, schreibt auf Facebook, die Stute mit Namen Adja habe in einer Herde auf einer Weide in Dorfnähe gestanden. Sie hat Fotos gepostet, auf denen die Verletzungen der Stute zu sehen sind. Sie hätte im kommenden Frühjahr ihr erstes Fohlen zur Welt bringen sollen.

Von Seiten des zuständigen Landesamts für Umweltschutz in Sachsen-Anhalt heißt es, es sei ein Vertreter des Wolfskompetenzzentrums vor Ort gewesen. Die Stute wird nun in Stendal obduziert, um zu klären ob es ein Wolf war.

Das Wolfskompetenzentrum in Sachsen-Anhalt führt eine Statistik der Nutztierrisse seit 2008, bei denen die Beteiligung eines Wolfes entweder nachgewiesen oder nicht ausgeschlossen werden konnte. Dieser Auflistung zufolge wurde 2015 ein Fohlen verletzt, 2017 kam ein Pferd ums Leben und dieses Jahr noch ein weiteres Fohlen.

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  1. Annegret Sproesser

    „Der zuständige Wolfsberater Lüder Richter erklärte, …. Von daher müsse man mit Rissen rechnen.“ Pustekuchen! Lebte ich in einem Rechtsstaat , müsste ich nicht mit Wolfsangriffen auf meine Tiere rechnen. Leider wird das Grundgesetz immer mehr zu Makulatur, was man auch an obigem Ausspruch des Herrn Richter ablesen kann. Im Grundgesetz heißt es , dass der Staat Leib, Leben und Eigentum seiner Bürger schützt. Im Gegenzug dazu hat er die Bürger entwaffnet und beansprucht das Gewaltmonopol in Deutschland.
    So wie das jetzt gehandhabt wird, wird uns, hier am Beispiel der Wölfe, die Perversion des Grundgesetzes vor Augen geführt und angewendet! Das zeichnet sich auch in anderen Bereichen des Umgangs des Staates/der Behörden mit seinen Bürgern ab.

    • Problemwolf

      Ich muss Ihnen widersprechen: „Lebte ich in einem Rechtsstaat , müsste ich nicht mit Wolfsangriffen auf meine Tiere rechnen. Leider wird das Grundgesetz immer mehr zu Makulatur, was man auch an obigem Ausspruch des Herrn Richter ablesen kann. Im Grundgesetz heißt es , dass der Staat Leib, Leben und Eigentum seiner Bürger schützt.“ Der Staat schützt keinesfalls mein Privateigentum. Dafür hat man Versicherungen und Hobbys werden nicht vom Staat bezahlt, dafür steht man selber gerade. EIGENTUM verpflichtet, gerade bei Tieren. Da kann Keiner den Staat vorschieben.

  2. Doris

    Tierschutz ja… aber bitte nicht bei Nutztieren (und Pferde gehören leider dazu). Zu unpopulär, zu teuer, zu anstrengend und aufwendig. Armes Pferd, armes Schaf, armes Rind…. Nutztier, du armes Schwein.

  3. Fan

    Dank St. Georg wissen wir endlich, wem wir die Anwesenheit des Wolfs zu verdanken haben: grün wählende Oberstudienrätinnen aus Altbauwohnungen, faulen Jägern, dem Grundgesetz. Noch nicht erwähnt wurden Bill Gates, Putin und die eine oder anderer Weltverschwörung. Aber Rettung naht: Ein AFD-Lokalpolitiker aus Sachsen fordert den Einsatz der Bundeswehr. Leider sagt er nicht, ob es Panzerverbände oder die Luftwaffe erledigen sollen.
    Statt weiter Ausrottungsfantasien anzuheizen, könnte die Redaktion doch mal recherchieren, wie es in anderen Ländern (z.B. Schweden, Finnland, Norwegen, USA, Spanien, Frankreich, Italien, Polen) seit Jahrhunderten gelingt, trotz Wolfspopulation Weidehaltung zu betreiben, ohne in Hysterie zu verfallen. Das würde wahrscheinlich den Viehhaltern mehr helfen als alles Geraune.


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