Abschied von Ben Winter

Benjamin Winter

Fürstenau-Lonnerbecke 02.07.2011 Internat. Vielseitigkeit CCI*/CIC** (hier Gelände CIC**): Benjamin Winter (GER) und Wild Thing Foto: Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (© Julia Rau)

In Warendorf fand heute eine Gedenkfeier für den in Luhmühlen tödlich verunglückten Vielseitigkeitsreiter Ben Winter statt. Mehr als 800 Menschen gedachtem dem 25-Jährigen – Freunde, Bekannte, Sportkollegen, sie alle erwiesen Ben die letzte Ehre.

Für den Anlass war im Bundesleistungszentrum Reiten am DOKR die große Springhalle festlich geschmückt worden. Fotos und verschiedene Gegenstände, die Bens Charakter und Leben symbolisierten waren arrangiert worden und wurden von Kränzen und Blumenarrangements eingerahmt. Neben seiner Urne hielten Reiterkollegen und Vertreter der Bundeswehrsportschule die Ehrenwache. Auch eine Großbildleinwand war aufgebaut, auf der dem Verstorbenen mit zahllosen Fotos und Videosequenzen aus seiner reiterlichen Laufbahn gedacht wurde. Für die musikalische Untermalung sorgte der der Reiterei sehr verbundene Sänger Jan Peter Flöttmann alias J.P Fair, der eigens auch ein Benjamin Winter gewidmetes Lied für die Gedenkfeier komponiert hatte.

„Ben Winter hat mit seiner positiven Lebenseinstellung und seinem unglaublich fröhlichen Wesen tiefe Spuren in den Herzen der Menschen aus seinem gesamten Umfeld hinterlassen. Wir werden ihn niemals vergessen“, sagte Breido Graf zu Rantzau. Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) erinnerte in seiner Rede an den Nachwuchsreiter Benjamin Winter, der 2009 mit großen Zielen nach Warendorf gekommen war und dort Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit wurde. „Er träumte vom Championat und davon, einmal bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Seine Träume waren durchaus berechtigt und es gab viele, die ihm auf seinem Weg helfen wollten.“

Dazu gehörte auch die Bundeswehr, der Benjamin Winter seit 2012 angehörte. Oberst Bernd Grygiel, Kommandeur der Bundeswehrsportschule Warendorf, bezeichnete Benjamin Winter als Vorbild, wenn es um die Leistungsbereitschaft im Wettkampf und die Liebe zu Pferden ging. „Benjamin Winter wusste um die Risiken seines Sportes und war daher besonders bemüht, seine Pferde, die er ritt, entsprechend zu trainieren“, so Grygiel.

„Er liebte seine Pferde so wie er sein Leben liebte“, betonte auch Chris Bartle. In seiner englischen Muttersprache sprach der Bundestrainer auch für die internationalen Trauergäste, beschrieb Ben, wie ihn alle in Erinnerung haben: den Reiter, den Tänzer, den Soldaten, den Sportler, der mal gewonnen und auch mal verloren hat, den Teamplayer, den Freund und Horseman.

Für die zahlreich erschienenen Reiter und Trainer, nicht nur aus der Sparte Vielseitigkeit, sondern auch aus der Dressur und dem Springsport, aber insbesondere für Winters Kaderkollegen sprach Mannschaftsolympiasieger Dirk Schrade: „Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich Ben das erste Mal im Training beobachtet habe. Schon damals war es nicht schwer zu erkennen, dass der Junge ein erstaunliches Talent für das Geländereiten hat. [..] Er besaß die natürliche Gabe eins zu sein mit dem Pferd.“ Mit viel Fleiß und mit Unterstützung seiner Familie habe er sich dann Jahr für Jahr weiterentwickelt. „Ohne Zweifel hätten wir mit ihm in Zukunft in dieser Reithalle beim Championatsball noch einige Erfolge gefeiert“, so Schrade.

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