Andrew Nicholson spricht über Wechsel der Nationalität

Andrew Nicholson und Avebury auf dem Weg zum dritten Sieg beim CCI**** in Bughley in Folge (!)

Andrew Nicholson riding AVEBURY (© www.burghely-horse.co.uk)

Vielseitigkeitsreiter Andrew Nicholson, der nach einem Zerwürfnis mit dem Verband in dieser Saison nicht zum neuseeländischen Championatskader gehört, hat in einem Interview seine Gedanken zum Wechsel seiner Nationalität geäußert.

Wobei der Vorsitzende des Neuseeländischen Reiterverbands, Chris Hodson, der Ansicht ist, diese Bemerkung von Nicholson sei „ein schlechter Witz“. Wenn Nicholson jetzt die Nationalität wechseln würde, würde das bedeuten, dass er nicht bei den Olympischen Spielen in Rio reiten darf. Denn laut Reglement müssen mindestens drei Jahre verstrichen sein, in denen der Athlet, der eine neue Nationalität angenommen hat, nicht für sein altes Land bei Championaten gestartet ist. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung des Internationalen Olympischen Komitees möglich. Chris Hodson sagt: „Das ist ein schlechter Witz. Ich weiß nicht, warum er ihn gemacht hat. Es ist ein schlechter Witz und unter olympischen Regelen kann das nicht passieren.“

Auf die Frage, ob diese Bemerkung Nicholsons Hodson selbst und den Verband dazu gebracht hätte, ihre Entscheidung, Nicholson trotz Ersuchs nicht in den Nationalkader aufzunehmen noch einmal zu überdenken, antwortete er: „Nein. Ich denke, es wäre besser gewesen, wenn er den Witz nicht gemacht hätte. Aber so wie ich Andrew kenne, bin ich nicht überrascht. Ich denke in keinster Weise schlecht von ihm. Ich hoffe wirklich, dass wir ihn zurück bekommen.“

Derzeit untersucht der Verband, welche Schritte nötig sind, damit Andrew Nicholson wieder in den Championatskader aufgenommen werden kann. „Wir werden ihm sagen, was passieren muss und hoffentlich wird das dann passieren, und er wird wieder drin sein. Wir tun unser Bestes, um die Dinge in Ordnung zu bringen.“

Diese Zitate stammen aus einem Audio-Interview. Textlich wurden sie von www.eventingnation.com veröffentlicht. Die Autoren hatten ihre Leser aufgefordert, die Angelegenheit zu kommentieren. Ein einziger Kommentar steht da zu lesen, und der stammt von Tracy Giesler von der Website www.eventingconnect.today. Sie sagt, sie sei diejenige gewesen, die Nicholson gefragt hat, ob er in Erwägung zieht, die Nationalität zu wechseln. Daraufhin habe er geantwortet: „Letztes Jahr war es 30 Jahre her, dass ich erstmals für ein neuseeländisches Team gestartet bin bei den Olympischen Spielen in Los Angeles. Es war jedes Mal eine Ehre und ein Privileg, mein Land repräsentieren zu dürfen. Aber wenn die Situation es verlangt, dann ist das etwas, was ich überlegen müsste. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich die Erlaubnis bekommen würde, für andere Länder zu reiten. Aber ich kann ziemlich einfach einen britischen Pass bekommen. Ich wäge alles ab.“
Giesler versichert, dass Nicholson diesen Kommentar nicht im Vorbeigehen abgegeben hat und dass er keinen Witz gemacht hat, als er das sagte. Es habe keine Diskussion gegeben, ob er den Nationalitätswechsel für die Olympischen Spielen 2016 macht.

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