Baborowko: Schweizer Führung nach CCI4*-L Cross, Ingrid Klimke und Siena Just do it derzeit Zweite

Ingrid Klimke und Siena just do it in Pratoni.jpg

Ingrid Klimke und Siena just do it in Pratoni 2022 (© Flickr FEI)

Die Schweizer reiten in Baborowko weiter in Bestform und es sieht so aus, als klappe es mit dem Championatsqualifikationsergebnis für Ingrid Klimke und Siena Just do it im CCI4*-L.

Auf der zehnjährigen westfälischen Semper Fi-Tochter Siena Just do it ruhen Ingrid Klimkes Hoffnungen für die Weltmeisterschaften in Pratoni del Vivaro. Ihr langjähriger Erfolgspartner Hale Bob soll ja nun in Pension gehen und die Askari-Tochter Asha P soll sich zwar wieder im Aufbautraining befinden, ist aber seit ihrem Sieg im CCI4*-L im November in Pratoni 2020 kein Turnier mehr gegangen. Bleibt also noch Siena, die allerdings noch ein Qualifikationsergebnis aus einer langen Vier-Sterne-Prüfung braucht, um überhaupt nominiert werden zu können. Das soll sie dieses Wochenende in Baborowko (POL) holen, und es sieht so aus, als klappe das auch.

Gestern in der Dressur hatten Klimke und Siena mit 31 Minuspunkten die Führung übernommen. Heute im Gelände ließen sie sich ein bisschen zu viel Zeit und addierten 5,2 Minuspunkte hinzu.

Damit liegen sie nun mit 36,2 Minuspunkten an zweiter Stelle hinter Nadja Minder aus der Schweiz, deren Yarlands Summer Song-Sohn passenderweise Toblerone heißt. Die beiden waren Vierte nach der Dressur mit 32,9 Minuspunkten, hatten aber nur 0,4 Zeitfehler im Cross. Macht also 33,3 Minuspunkte in Summe.

Als drittletztes Paar gehen morgen der Belgier Jarno Verwimp und die zehnjährige Elvis Ter Putte-Tochter Mahalia ins abschließende Springen. Ihr Abstand zu Ingrid Klimke geht nicht knapper: nur ein hundertstel Punkt trennt die beiden.

Der zweite Deutsche in dem Starterfeld, Arne Bergendahl mit seiner selbstgezogenen Westfalen-Stute Luthien v. La Calido, rangiert an fünfter Stelle mit 41,6 Minuspunkten.

CCI4*-S

Pünktlich zur WM-Saison präsentieren die Schweizer Vielseitigkeitsreiter sich in Bestform. In Pratoni gewannen sie den Nationenpreis, und neben Nadja Minder führt auch im CCI4*-S ein Schweizer Reiter: Felix Vogg mit seinem Olympiapferd Colani (v. Captain Fire). In der Dressur bedeuteten die 29,2 Minuspunkte des Westfalen-Wallachs noch den zweiten Platz. Heute hatten die beiden mit 0,4 Zeitfehlern die drittschnellste Geländerunde und rückten damit an die Spitze des Rankings vor.

Rang zwei belegen aktuell Lina Forsberg und der schwedische Caressini L-Sohn Kaizen mit ihrem Dressurergebnis von 29,9 Minuspunkten. In Lauerstellung dahinter: Michael Jung mit Kilcandra Ocean Power (30,6), die heute die Schnellsten im Gelände waren.

Toller Erfolg auch für U25-Reiter Jérôme Robine und seinen irischen Wallach Black Ice, die mit genau 34 Minuspunkten an vierter Stelle liegen.

Weitere Ergebnisse

Der CCI3*-S war fest in deutscher Hand. An der Spitze liegen wie schon nach der Dressur Anna Lena Schaaf und die OS-Stute Lagona v. Lavagon mit 25 Minuspunkten. Dahinter rangieren Antonia Baumgart und die westfälische Eldino-Tochter Ela Lou mit 29,3 Minuspunkten vor Pia Münker auf der neunjährigen Cascada v. Cascadello (30,8).

Baborowko war auch der erste öffentliche Auftritt für die beiden Olympiasiegerinnen Julia Krajewski und Amande de B’Néville nach Tokio. In der Dressur waren die beiden mit 27,7 Minuspunkten Vierte. Vor dem Gelände zog Krajewski die Stute zurück. Mit Nachwuchshoffung Chin Tonic ließ die Nachwuchsbundestrainerin sich heute Zeit im Cross. Nach der Dressur lag der siebenjährige Vollbruder ihres einstigen Erfolgspferdes Chipmunk an dritter Stelle mit 26,8 Minuspunkten. Heute im Gelände kamen 7,6 Zeitfehler hinzu, so dass sie mit 34,4 Minuspunkten derzeit 15. sind.

Alle Ergebnisse aus Baborowko finden Sie hier.