Barocca d’Alva: Padraig McCarthy, Toshiyuki Tanaka und Cathal Daniels steigen siegreich in die Buschsaison ein

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Padraig McCarthy und Leonidas II (© facebook.com/irisheventingtimes)

Auch für die Vielseitigkeitsreiter in Europa geht die grüne Saison langsam los – so die Turniere nicht wegen des Coronavirus abgesagt werden müssen, wie in Italien. In Barocca d’Alva in Portugal wurde aber bereits geritten.

Und das sogar schon an zwei Wochenenden, Ende Februar mit Prüfungen bis Drei- und vergangenes Wochenende bis Vier-Sterne-Niveau.

Highlight in Barocca d’Alva war der CCI4*-L. Hier hatten der Ire Padraig McCarthy und Leonidas II die Nase vorn, der Holsteiner, den McCarthy von Mark Todd übernommen hatte. Auf dem Dressurviereck hatten sie 31,1 Minuspunkte gesammelt, acht weitere kamen im Gelände hinzu. Machte in Summe 39,1 Minuspunkte.

Das genügte, um Kenki Sato auf der zehnjährigen AES-Stute Shanaclough Contadora v. Contador hinter sich zu lassen (40,8). Platz drei ging an den irischen Bronzemedaillengewinner der EM in Luhmühlen, Cathal Daniels im Sattel von King Aragon.

Cathal Daniels dominiert das erste Wochenende

Cathal Daniels war am ersten Wochenende das Maß der Dinge gewesen. Für den CCI2*-S hatte er die siebenjährige Shannondale Mari gesattelt, die er erst seit diesem Jahr reitet. 2019 war die Stute Elizabeth Power Achte bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde. Nun beendete sie ihre erste Prüfung unter Daniels mit ihrem Dressurergebnis von 26,93 Minuspunkten.

Sehr viel länger schon reitet Cathal Daniels den neunjährigen Iren King Aragon, über seinen Vater, das international erfolgreiche Springpferd Samgemjee, ein Enkel des hoch erfolgreichen Vielseitigkeitsvererbers Ramiro B. Ihn hat Daniels bereits seit 2017 unter dem Sattel, wurde 2018 mit ihm Zehnter bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde und ritt im vergangenen Jahr schon die ersten Vier-Sterne-Prüfungen mit ihm. Zum Saisonauftakt siegten sie in der Drei-Sterne-Kurz-Prüfung von Barocca d’Alva mit ihrem Dressurergebnis von 30,7 Minuspunkten.

Am zweiten Wochenende gewann der Niederländer Tim Lips den CCI3*-L auf dem achtjährigen KWPN-Wallach Herby v. Zirocco Blue-Ferro. Es ist der erste Sieg für den Wallach auf diesem Niveau, wenngleich er auch schon 2019 mehrere Drei-Sterne-Prüfungen ging und bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde am Start gewesen war. Dort zog Lips ihn allerdings bei der zweiten Verfassungsprüfung zurück. Dieses Jahr hatten die beiden sich bei der Sunshine Tour in Vejer de la Frontera im Springparcours auf die Saison vorbereitet. Das war offenbar die richtige Taktik. Schon nach der Dressur gingen sie mit 25,2 Minuspunkten in Führung und fügten nur 2,8 Zeitstrafpunkte aus dem Gelände hinzu.

Japan im Olympiafieber

Die Japaner haben ja schon in den vergangenen Jahren einiges in Pferde investiert, die dieses Jahr bei den Olympischen Spielen zum Einsatz kommen könnten. So hat beispielsweise Toshiyuki Tanaka Piggy Frenchs (bzw. March, wie sie nun heißt) Mannschaftsweltmeister Quarrycrest Echo unter den Sattel bekommen. In Barocca d’Alva war Turnierpremiere.

Am ersten Wochenende kamen die beiden mit 39,5 Minuspunkten aus der Dressur des CCI3*-S, sammelten im Gelände aber lediglich Zeitfehler und wurden damit schlussendlich 21. Am zweiten Wochenende hatte Tanaka sich die Vier-Sterne-Langprüfung mit dem erfahrenen 13-jährigen Wallach vorgenommen, doch der Wallach kam nicht durch die erste Verfassungsprüfung.

Dafür lief es mit Tanakas zweitem Eisen im Feuer rund, dem jährigen Selle Français-Wallach Talma d’Allou v. Opium de Talma. Mit ihm gelang Tanaka der erste internationale Sieg für das Paar im CCI4*-S. Zu 31 Minuspunkten aus der Dressur gesellten sich noch 2,4 für Zeitüberschreitung im Gelände.

Deutsche Teilnehmer waren in Barocca d’Alva nicht am Start. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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