Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit 2017 mit dünnen Teilnehmerfeldern und alten Bekannten

Symbolfoto Vielseitigkeit

(© Julia Rau)

25 Paare bei den Pferde, 33 Paare bei den Ponys – es waren magere Teilnehmerzahlen beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit 2017. Aber die Reiter, die da waren, haben ihre Sache super gemacht.

In der Mannschaftswertung der Pferde waren die beiden erstplatzierten Teams mit der Mindestbesetzung von drei Paaren angetreten. Es siegte das Team Rheinland/Hamburg mit 397,01 Punkten vor Schleswig-Holstein (372,20) und Weser-Ems (361,91).

Für das Siegerteam ritten Jule Krueger auf Parlando (dem einstigen Erfolgspferd von Franca Lüdeke), Jasmin Hilgers mit Little Blueberry und Jana Lehmkuhl auf Gretchen V.

Im Holsteiner Team gab es ein Wiedersehen mit Ingrid Klimkes Zilia D, die wie geplant nun unter den Nachwuchs aus dem Züchterstall, Nane Nikolaus Dehn, in die höheren Weihen des Buschreitens einführt. Außerdem starteten Hanna Jensen und Luzi-Caro sowie Lina von Schmeling auf Pilula für die Nord-Mannschaft.

Weser-Ems hatte sein Kontingent voll ausschöpfen können und war mit fünf Paaren am Start: Swaantje Herlyn auf Wild West Charly, Jelte Merit Meyer und Tullibards Knight of the Night, Vera Heckelmann auf Lütte Deern, Marie Melzer mit Hot Chocolate und Jaimie Kemper mit Catch him if you can.

Einzelwertung

Jule Krueger, 13-jährige Enkelin von DOKR-Mannschaftsarzt Dr. Manfred Giensch, und Routinier Parlando waren in der Einzelwertung nicht zu schlagen. Mit 135,1 Punkten siegten sie vor Teamkameradin Jasmin Hilgers (15) auf Little Blueberry (133,4) und der Westfälin Laura Wortmann (14) auf Fantasie B (132,7).

Der 17-jährige Parlando v. Pavarottie van de Helle war mit Franca Lüdeke einst eine Bank im Junioren- und Junge Reiter-Lager. Auf ihr Konto gehen zwei Mannschaftsgold- und zwei Mannschaftsbronzemedaillen. Seit zwei Jahren ist Parlando nun Lehrpferd für die Hamburger Gymnasiastin Jule Krueger.

Ponys – Westfalen räumt ab

Im Ponylager siegte die westfälische Mannschaft mit Weile. 396,70 Punkte gingen auf das Konto von Viktoria Weyers mit Zapp, Emily Roberg auf Sandro und Anna Schulte-Filthaut im Sattel von Classic Malina.

Platz zwei sicherte sich die Mannschaft Weser-Ems mit 363,60 Punkten. Hier ritten Antonia Peiß auf Pelle, Pia Schmülling mit Collin the Champ N sowie Lena Reudink auf Dana.

Einzelwertung

Das siegreiche Westfalen-Trio war auch in der Einzelwertung unschlagbar. Viktoria Weyers holte mit Zapp 134,6 Punkte, Emily Roberg und Sandro kamen auf 131, 8 und bei Anna Schulte-Filthaut und Classic Malina wurden es 130,3.

Sorge um das  Bundesnachwuchschampionat

Bei Ponys und Pferden zusammen gingen dieses Jahr 58 Teilnehmer an den Start. Vor zehn Jahren waren es noch mehr als doppelt so viel. Karl-Heinz Nothofer, Mitglied der AG Nachwuchs im Vielseitigkeitsausschuss des DOKR und gleichzeitig Parcourschef beim Bundesnachwuchschampionat, erklärte: „Grundsätzlich gibt es einfach weniger Kinder. Aber wir werden sicher im Herbst darüber diskutieren müssen, welche Konsequenzen aus den aktuellen Zahlen zu ziehen sind. Nur eines ist jetzt schon klar: Wir können mit dem Anforderungsniveau nicht weiter heruntergehen, wenn wir unser bewährtes Turnier- und Ausbildungssystem erhalten wollen.“

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.