CCI**** Badminton: Paul Tapner führt, Kai Steffen Meier im hinteren Feld

Die Dressur erwies sich auch diesmal als schwierigste Hürde für die sensible Rappstute von Kai Steffen Meier. Er ist der einzige Deutsche im Feld der 85 Reiter.

 

Mit 36.00 Minuspunkten übernahm der Australier Paul Tapner auf dem 13-jährigen Iren Kilronan nach dem ersten Dressurtag vorläufig die Führung beim Viersterne-CCI in Badminton. Bereits 2010 gewann er hier mit Inonothing zum ersten Mal das CCI Badminton. Der Dauerregen habe ihm nichts ausgemacht, sagte er. Ich mag keinen Staub und kein Gewitter. Tapner glaubt allerdings nicht, dass am Ende das Dressurergebnis noch eine große Rolle spielen wird. Das Gelände wird einen enormen Einfluss haben, ich rechne nicht damit, das mehr als vier oder fünf Reiter ohne Zeitfehler ins Ziel kommen. Der zu erwartende schwere Boden wird für viele Pferde ein zusätzliches Problem darstellen. Der Italiener Giuseppe della Chiesa, der erstmals den langjährigen Parcourschef Hugh Thomas ablöste, hat nach Ansicht vieler Reiter der Traditionsstrecke ein neues Gesicht gegeben. Weniger Kringel und extrem schmale Sprünge als derzeit in Mode, sondern viele imponierende breite Hindernisse mit Gräben davor und dahinter, die ein mutiges und konditionsstarkes Pferd erfordern.

Auf den weiteren Plätzen folgen der Brite Francis Whittington auf Easy Target (36,2) Lucinda Fredericks  (AUS) auf Flying Finish (39,0) und Mark Todd auf dem Hannoveraner Campino (40,5). Alle vier Reiter starten am Freitag noch ein zweites Pferd.

Der einzige deutsche Starter, Kai Steffen Meier auf der 17-jährigen Trakehnerstute Karascada, kam bei seinem dritten Badminton-Start nicht über 65,5 Minuspunkte hinaus. Damit teilt er sich den zurzeit letzten Platz mit Louisa Lockwood auf Ballyfarris Flight. Die Stute, die in schöner Silhouette, wenn auch nie richtig losgelassen, die Trabtour absolvierte, verdarb die Galopptour durch zahlreiche Fehler unter anderem bei den Galoppwechseln. Kai Steffen Meier, für den Karascadas Dressurprobleme nicht neu sind, blieb gelassen. Sie ist jetzt 17 Jahre alt, die werde ich nicht mehr groß ändern können. Das Schlimmste liegt jetzt hinter  uns, ich freue mich aufs Gelände. In so einer tollen Prüfung kann ich nur dazu lernen.

St.GEORG NEWSLETTER

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist!
Das bietet der St.GEORG Newsletter.