CCI**** Badminton: Paul Tapner führt, viele Ausfälle

Nur 35 von 83 Reitern beendeten die superschwere Geländestrecke von Badminton. Immerhin: Keiner wurde verletzt, alle Reiter und Pferde, verließen auf eigenen Füßen den Cross.

Der Australier Paul Tapner konnte auch nach dem Gelände des CCI**** Badminton die Führung verteidigen. Er blieb fehlerfrei im Gelände und hat jetzt 56,4 Minuspunkte auf seinem Konto. Davon erhielt er 20,4 Punkte  für Zeitüberschreitung. Schon daraus kann man sehen, wie außergewöhnlich schwer die Geländestrecke war. Keiner der 83 Reiter kam auch nur in die Nähe der Idealzeit von 11 Minuten 21 Sekunden. Nur 35 Reiter erreichten überhaupt das Ziel, 18 Reiter gaben auf, 25 Reiter wurden eliminiert, meist wegen Stürzen, darunter so große Namen wie Andrew Nicholson mit zwei Pferden, William Fox-Pitt, Sarah Algotsson-Ostholt  und Pippa Funell. Vier Pferde wurden schon vor dem Cross zurückgezogen. Zweiter ist zur Zeit der Neuseeländer Tim Price auf Ringwood Sky Boy (61,6) vor dem Franzosen Pascal Leroy auf Minos de Petra (62,5).

Der einzige deutsche Starter, Kai Steffen Meier, auf der 17jährigen Trakehner Stute Karascada schlug sich wacker: Ohne Hindernisfehler landete er auf Zwischenrang 23 mit 90,5 Minuspunkten, die er zu zwei Dritteln seinem miserablen Dressurergebnis verdankt. Trotzdem war der 32-Jährige hochzufrieden: Karascada ist das einzige deutsche Pferd, das das Gelände von Badminton dreimal ohne Hindernisfehler bewältigt hat. Außerdem ist ihm vermutlich der Ehrenpreis für das Paar sicher, dass sich am Ende nach seinem Dressurergebnis am weitesten nach vorne gearbeitet hat.

Noch ein weiteres deutsches Pferd konnte sich erfolgreich durch den Cross von Badminton kämpfen, der zehnjährige Holsteiner Leonidas v. Landos, der unter Doppelolympiasieger Mark Todd seinen ersten Viersterneauftritt absolvierte. Und mit Platz 17 zur Zeit zweitbestes deutsches Pferd ist.  Auch er blieb ohne Hindernisfehler, verlor aber Zeit und Kraft am Wasser, als er viel zu groß  über den Einsprung kam und in einem großen Bogen auf den Alternativaussprung zu galoppierte. Dabei geriet er in tiefes Wasser, zeitweise guckten nur Kopf und Hals des Braunen heraus, er galoppierte aber auch unter Wasser immer weiter. We had a little swim, sagte Mark Todd. Aber er ist ehrlich und ein richtiger Kämpfer.

Parcoursaufbauer Guiseppe della Chiesa konnte mit der geringen Zahl der Ankommer nicht zufrieden sein und wird sich auf Kritik gefasst machen müssen. Allerdings konnte ausnahmslos alle Gestrauchelten auf ihren eigenen zwei  bzw. vier Beinen das Gelände verlassen.

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