Weltreiterspiele Tryon 2018

tryon_wm_2018

Luftaufnahme des Tryon International Equestrian Center, wo bei den Weltreiterspielen 2018 Pferdesportgeschichte geschrieben werden wird. (© www.tryon2018.com)

Die Drei-Sterne-Kurzvielseitigkeit im polnischen Baborowko war aus Sicht der Deutschen Teilnehmer ein voller Erfolg. Vor allem für Andreas Dibowski.

Der konnte nämlich mit dem zehnjährigen Westfalen Wolfsmond v. Alberto II den CIC3* gewinnen. Nach der Dressur waren die beiden mit ihren 31,1 Minuspunkten Zehnte gewesen. Doch sie beließen es im Gelände und im Parcours dabei und konnten sich so sukzessive weiter nach vorne schieben. 2017 hatte Wolfsmond in Baborowko übrigens ebenfalls gewonnen.

Den deutschen Erfolg perfekt machte Anna Siemer auf Rang zwei. Sie hatte ihr aktuell bestes Pferd Butt’s Avondale v. Nobre xx gesattelt. Nach dem Gelände, wo sie ihrem Dressurergebnis von 27,1 Minuspunkten lediglich 1,6 Zeitfehler hinzu addieren musste, war sie in Führung gegangen. Doch nach zwei Abwürfen und zwei Zeitfehlern im Parcours war der Vorsprung dahin und der Weg frei für Dibo und Wolfsmond.

Dritter wurde der Pole Pawel Warszawski im Sattel von Aristo A-Z, bei denen nach der Dressur 29,9 Minuspunkte auf der Anzeigentafel standen, zu denen sich dann noch 6,8 für die Zeit im Gelände sowie ein Abwurf im Parcours hinzugesellten.

Ebenfalls unter den besten Zehn landete Elmar Lesch mit Routinier Lanzelot (44,8) auf Rang fünf und direkt dahinter mit dem ebenfalls v. Nobre xx abstammenden Rough Diamond (47,7).

CIC2* – deutsches Quartett an der Spitze

Ben Leuwer konnte die Zwei-Sterne-Prüfung gewinnen mit dem zehnjährigen Hannoveraner C’est la vie v. Contendro-Aarking xx, einem Pferd, das die Familie von Paepcke gezogen hat, und das von Olympiareiter Hendrik von Paepcke in den Sport gebracht worden war. Nach verschiedenen nationalen Erfolgen hatte von Paepcke den damals siebenjährigen Wallach 2015 einmal in einer Ein-Sterne-Prüfung gezeigt, die sie jedoch nicht beendeten. Danach übernahm Ben Leuwer die Zügel und hatte verschiedene gute Ergebnisse auf Ein- und Zwei-Sterne-Niveau. Dies in Baborowko ist aber der erste internationale Sieg. Und sogar einer mit Ansage, denn das Paar hatte schon nach der Dressur die Führung übernommen mit 28,4 Minuspunkten und fügte dem Resultat auch nichts mehr hinzu.

Platz zwei ging an Kari Ingrid Gunzenhäuser auf dem Holsteiner Let’s Dance v. Lancer II. Die Reiterin arbeitet im Stall der Familie Köhncke. Marina Köhncke war es auch, die Let’s Dance in den internationalen Sport gebracht hat und schon mehrfach auch auf Drei-Sterne-Niveau sehr erfolgreich unterwegs war mit ihm. Beispielsweise war sie noch im Mai dieses Jahres Siebte in Marbach.

In Langenhagen saß nun erstmals Kari Ingrid Gunzenhäuser im Sattel des Holsteiners und wurde 15. in der CIC1*. In Baborowko konnten sie sich deutlich steigern. Sie beendeten die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 31,4 Minuspunkten.

Dritter wurde Andreas Dibowski auf dem erst siebenjährigen Mama’s Magic Way, der dieses Jahr seine ersten internationalen Prüfungen gegangen ist. Der Hannoveraner ist ein Sohn von Dibos einstigem Weltmeister in Lion d’Angers, Mighty Magic und gehört ihm selbst, zusammen mit Andreas Baumann, Marko Schreiber und Cosimo von Dungern. Seine erste Zwei-Sterne-Prüfung in Strzegom schloss Mama’s Magic Way als 16. ab. In Sahrendorf war er Zweiter mit lediglich 1,2 Zeitfehlern im Gelände. Und nun Rang drei in Baborowko, wo zum Dressurergebnis von 32,7 Minuspunkten noch vier Springfehler im Parcours hinzukamen.

Die vierte Deutsche an der Spitze des CIC2* war Malin Hansen-Hotopp auf dem ebenfalls erst siebenjährigen und auch hannoversch gezogenen Callfield v. Canstakko mit 37,3 Minuspunkten – ebenfalls nach vier Fehlern im Parcours.

Alle Ergebnisse aus Baborowko finden Sie hier.

Auktionsergebnisse: Dibowski und Lesch kaufen ein

Sowohl Andreas Dibowski als auch Elmar Lesch sind mit einem Pferd mehr nach Hause gefahren. Sie haben jeweils ein Pferd bei der Baborowko Auktion erworben, bei der mehrheitlich polnisch gezogene Vielseitigkeitstalente im Angebot waren.

10 der 16 Pferde im Angebot fanden neue Besitzer. Einige wurden zurückgekauft. Für 12.000 Euro schlug Andreas Dibowski bei der Stute Chiquita zu, einer sechsjährigen Vandamme (v. Guidam)-Calvin Z-Tochter.

Elmar Lesch erhielt den Zuschlag für Lotos bei 12.700 Euro. Lotos ist ein fünfjähriger polnischer Anglo-Araber, der seine orientalischen Vorfahren im Erscheinungsbild nicht leugnen kann.

Zurückgekauft wurde unter anderem auch die 19.000 Euro-Preisspitze, Lord Vulkan, ein fünfjähriger Vulkan L-Lennon-Sohn.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.