Deutschland und Michael Jung führen das Feld im Nationenpreis von Haras du Pin weiter an

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Michael Jung und Chipmunk im Gelände des Haras du Pin ohne Probleme. (© Christophe Tanière)

Dort, wo 2014 die Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter ausgetragen wurden, ist dieses Wochenende Generalprobe, im französischen Haras du Pin. Hoffen wir, dass nichts dran ist, dass Generalproben immer schief laufen müssen, denn bislang verläuft diese hier für die Deutschen ganz hervorragend.

In der Nationenpreiswertung führt Deutschland mit 86,3 Minuspunkten vor Frankreich mit 92,9 Zählern und Neuseeland mit 94,1 Strafpunkten. Der Abstand ist knapp. Ein Springfehler ist drin, zwei wären einer zu viel. Die Leistungen der deutschen Teamreiter heute im Gelände waren souverän. Malin Hansen-Hotopp und Quidditch K waren nur wenig über der erlaubten Zeit und verteidigten ihren fünften Platz nach der Dressur (27,3). Sophie Leube und Jadore Moi ließen sich etwas mehr Zeit, kamen aber ebenfalls an und liegen mit 31,6 Minuspunkten an 20. Stelle. Sowohl Nationenpreis-Debütantin Alina Dibowski mit Barbados als auch Nicolai Aldinger auf Timmo kamen mit ganz weißer Weste durch den Kurs. Dibowski schob sich von Rang elf auf Rang sieben (27,4). Für Aldinger wurde aus Platz 55 nach der Dressur derzeit Rang 25 (33,7).

Einzelwertung

Michael Jung und Chipmunk hatten eine glatte 80 Prozent Dressur vorgelegt. Zu den daraus resultierenden 20 Minuspunkten gesellten sich heute 2,8 für Zeitüberschreitung, die wohl kalkuliert waren. Sie reichten, um die beiden Luhmühlen-Gewinner von 2021, Mollie Summerland (GBR) und Charly van der Heiden weiterhin auf Platz zwei zu halten. Bei den beiden sind es 23,3 Minuspunkte vor dem morgigen Abschlussspringen, 22,5 aus der Dressur, 0,8 aus dem Cross. Die Rechnung beim Drittplatzierten ist einfach. Maxime Livio (FRA) und Api du Libaire beließen es bei ihrem Dressurergebnis von 26,7 Minuspunkten.

Eine blitzsaubere Runde lieferten auch Christoph Wahler und Carjatan, die ja dieses Jahr schon in Badminton einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatten. Den bestätigten der Mann aus Medingen und sein 13-jähriger Holsteiner Schimmel v. Clearway in Haras du Pin mit einer fehlerfreien Geländerunde, nach der sie aktuell an vierter Stelle liegen, nur zwei Zehntel hinter dem drittplatzierten französischen Duo.

Ebenfalls ohne Fehl und Tadel im Cross: Julia Krajewski und Amande de B’Neville, die beiden Olympiasiegerinnen. Ihre 27,9 Minuspunkte aus der Dressur bedeuten nun Rang zehn.

Dirk Schrade und Casino hatten zwei Zeitfehler, derzeit Rang 14 (30,0). Jérôme Robiné und Black Ice kamen mit 3,6 Zeitstrafpunkten ins Ziel, Platz 16 (30,6). Direkt dahinter liegen Sandra Auffarth und Rosveel, bei denen es nach 1,2 Miesen nun 31,1 Minuspunkte sind. Mit Aachen-Sieger Viamant du Matz ließ Auffarth es ganz ruhig angehen. 6,8 Fehler zum 29,8er Dressur-Ergebnis bedeuten derzeit Platz 34.

Was besonders positiv ist an dem heutigen Geländetag aus deutscher Sicht: Es war richtig heiß. Und das wird es in Pratoni del Vivaro vor den Toren Roms wahrscheinlich auch sein. Offenbar hatten die deutschen Paare damit keine Probleme.

CCI3*

In der Drei-Sterne-Prüfung stand heute das Springen auf dem Programm. Ins Gelände geht es morgen. Mit Michael Jung und Kilcandra Ocean Power als Führenden. Nach der Dressur hatten sie mit ihren 27,9 Minuspunkten auf Rang zwei gelegen, profitierten heute aber von den Fehlern der Konkurrenz, während sie selbst null blieben. Damit führen sie nun vor Fabrice Saintemarie aus Frankreich auf Cesar de Roy (28,7) und Mathieu Chombart, ebenfalls Frankreich, mit Big Boss Melo (30,2).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.