Goldene Schärpe Ponys: Sachsen holt erstmals den Titel

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Das siegreiche Team aus Sachsen bei der Goldenen Schärpe Pony 2020. (© Facebook/ Landesverband Pferdesport Sachsen e. V.)

Die Entscheidung war knapp, die Freude bei den Siegern dafür umso größer: Zum allerersten Mal hat die Pony-Mannschaft aus Sachsen die Goldene Schärpe gewonnen. Die besten Einzelleistungen lieferten Fritz Jelkmann und Jona Sofie Schnier.

Über 100 Reiterinnen und Reiter traten in 23 Teams aus den verschiedenen Landesverbänden bei der Goldenen Schärpe Pony an. Das Turnier fand in diesem Jahr in Höven (Niedersachsen) statt – wobei aufgrund der Corona-Situation lange Zeit nicht klar war, ob der beliebte Wettbewerb auf E-Niveau überhaupt ausgetragen werden kann. „Das Championat hat im Nachwuchsbereich einen hohen Stellenwert. Hier können sich die Reiter erstmals an ein überregionales Niveau herantasten“, erklärte Bundestrainer Fritz Lutter. „Die Anlage hier war fantastisch geeignet für die Veranstaltung. Und der Gastgeber hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben“, lobte er zudem den gastgebenden Reitverein Höven.

Geritten wurden eine Dressur-, Spring- und Geländeprüfung, außerdem mussten sich die jungen Teilnehmer im Vormustern und in der Theorie beweisen. Das Ergebnis in der Mannschaftswertung fiel denkbar eng aus: Weniger als fünf Punkte trennten die ersten fünf Teams. Die Nase vorn hatten letztendlich die Ponyreiter aus Sachsen, die im letzten Jahr noch auf dem 17. Platz gelandet waren. Umso mehr freute sich Mannschaftsführer Gunter Schöninger über den Erfolg: „Für uns ist es überhaupt das erste Mal, dass wir die Goldene Schärpe gewinnen konnten. Das ist was ganz Tolles!“

Für das Team Sachsen ritten Violet Kühn mit Montana, Nika Reichart mit Anuschka, Hannah Schmied mit Jette, Mayte Hetmank mit Bell-A-Bon und Joelina Rudolph mit Kassandra. Die beste Leistung zeigten die sächsischen Reiter im Gelände, wo sie das höchste Teilergebnis aller Mannschaften erzielen konnten. Mit einem Endergebnis von 371,9 Punkten setzten sich die Sachsen vor Westfalen II (370,7) und Vorjahressieger Hannover III (369,3).

Tolle Einzelleistungen

Ein Wiederholungssieg gelang Fritz Jelkmann und seinem elfjährigen Fuchwallach Mattis, die für Westfalen II an den Start gingen. Schon im letzten Jahr hatte das Paar, die Einzelwertung der zweiten Abteilung gewonnen – das gelang ihnen auch in diesem Jahr. Starke 127 Punkte sammelten die beiden, 8,4 gab es in Springen und Gelände, dazu die 8,1 in der Dressur, eine 9,0 für das Vormustern und volle Punktzahl in der Theorie. Zweite wurden Hanna Schmied und Jette mit 126 Zählern. Vor allem im Viereck konnte die Reiterin aus Sachsen mit der Wertnote 8,8 punkten. Die beste Dressur kam allerdings von der drittplatzierten Sophia Schütte mit Maddox (Hannover III), die eine 9,2 für diese Teilprüfung erhielt und insgesamt auf 125,9 Punkte kam.

In der ersten Abteilung ging der Sieg an Jona Sofie Schnier und ihren neunjährigen Nobel Nagano-Sohn Nico. Mit gleichmäßig guten Leistungen in allen Teilbereichen kam das Paar auf insgesamt 124,1 Punkte. Dabei ging die Reiterin ebenso für die Mannschaft Weser-Ems III an den Start, wie die zweitplatzierte Maike Norrmann mit Ballade (123,7). Besonders im Parcours wusste das Paar mit der Wertnote 8,5 zu überzeugen. Klara Marie Jücker und Marla (Westfalen II) holten mit 121,3 Punkten die Bronzemedaille.

Quelle: fn-press