Gute Ergebnisse für deutschen Vielseitigkeitsnachwuchs in Oudkarspel

(© www.toffi-images.de)

Beim Vielseitigkeitsturnier im holländischen Oudkarspel starteten unter anderem die deutschen Ponyreiter in die Saison. Mit Anna Lena Schaaf und Helena Bottermann konnten sich gleich zwei junge Damen ganz besonders für die kommenden Championate empfehlen.

Die Ponyvielseitigkeitsreiter ritten in Oudkarspel zum ersten Mal in diesem Jahr gegen die internationale Konkurrenz. Auch wenn das Turnier nicht offiziell zum Sichtungsweg für die Europameisterschaften in Bishop Burton (GBR) zählt, war schon der größte Teil der potenziellen EM-Kandidaten am Start. Fritz Lutter, Bundestrainer der Ponyreiter, zeigte sich zufrieden mit dem Saisonauftakt. „Es war aber klar, dass nicht alle ihre guten Positionen aus der Dressur bis zum Ende halten würden. Gelände und Parcours waren sehr anspruchsvoll, es gab jeweils nur vier Nullrunden. Da fehlt es dem ein oder anderen eben doch noch etwas an Routine.“, schätzte der Bundestrainer die Ergebnisse seiner jungen Talente realistisch ein.

Der Sieg im CCIP* ging an die 15-jährige Helena Bottermann mit Pony Nibelungenstern. Den achtjährigen Wallach hat Familie Bottermann selbst gezogen. Helena war mit ihm schon bei den Bundeschampionaten 2016 in Warendorf erfolgreich am Start. Am Wochenende konnten beide die Prüfung als einziges Paar mit ihrem Dressurergebnis beenden. Mit 31,70 Zählern arbeiteten sie sich von Rang 12 bis auf die Position ganz oben auf dem Treppchen vor.

Direkt dahinter landeten zwei weitere deutsche Ponyreiterinnen: Marie Schreiber und Cool Man sammelten zwar Zeitfehler im Gelände und mussten einen Abwurf im Parcours in Kauf nehmen, konnten sich aber dank einer guten Leistung in der Dressur schlussendlich mit 34,90 Minuspunkten auf Rang zwei behaupten. Ihren ersten Platz in der Zwischenwertung nach einer fehlerfreien Runde im Gelände konnte Maxima Homola mit Nutcracker nicht ganz halten. Zwei Abwürfe im Parcours bedeuteten am Ende Platz drei mit einem Ergebnis von 38,50.

Ein glatter Durchmarsch

Einen Start-Ziel-Sieg im CCI1* feierte Anna Lena Schaaf mit Fairytale. Die 17-Jährige war bereits Pony-Europameisterin und konnte zweimal das U15-Bundesfinale für sich entscheiden. Mit nur 18,90 Minuspunkten – umgerechnet 81,14 Prozent – nach der Dressur, war ihr Vorsprung so groß, dass auch vier Fehler im Parcours den Gesamtsieg nicht in Gefahr brachten. Gerade einmal 22,90 Minuspunkte lautete damit das Gesamtergebnis für das Paar.

Ebenfalls einen märchenhaften Namen trägt das Pferd von Melina Rytir. Stute Fairy Tale leistete sich lediglich einen Zeitfehler im Gelände und blieb beim abschließenden Springen null. Damit wurde die 22-jährige Reiterin mit insgesamt 31,90 Zählern Zweite. Dahinter ordnete sich der Japaner Atsushi Negishi mit Ventura de la Chaule auf Rang drei ein.

Im CCI2* ging der Sieg an Landsmann Kenki Sato mit Shanaclough Contadora (37,40), vor Yoan Ferre auf Spartacus de Pehurie (FRA) mit 37,70 Minuspunkten. Als beste deutsche Reiterin konnte Emma Brüssau mit Dark Desire GS die Prüfung auf Platz drei beenden. Die 19-Jährige geht in diesem Jahr erstmals bei den Jungen Reitern an den Start, nachdem sie 2017 noch Mannschaftseuropameisterin und Deutsche Meisterin bei den Junioren werden konnte. Mit Stute Dark Desire fügte sie ihrem Dressurergebnis lediglich einige Zeitfehler im Gelände hinzu – 38,40 lautete das Ergebnis für das Paar. Nur ganz knapp dahinter reihte sich Svenja Hansen mit Charly Brown (38,80) ein.

Gelungenes Geburtstagswochenende

Allein im CIC2* mussten die Deutschen ohne eine Platzierung unter den Top drei nach Hause fahren. Arne Bergendahl auf Checkovich wurde mit 39,50 Minuspunkten Fünfter. Mit fehlerfreien Runden im Gelände und im Parcours gab es für ihn gleich doppelt Grund zum Feiern: Am Freitag hatte der nun 27-Jährige zudem Geburtstag.

Der Sieg in dieser Prüfung ging an den Niederländer Tim Lips mit Bayro (31,20). Dahinter reihten sich der Belgier Giel Vanhouche auf Azrael (33,30) und Stephan Hazeleger mit Dupon, ebenfalls für die Niederlande am Start, ein (37,90).

Alle Ergebnisse aus Oudkarspel finden Sie hier.

 

Quelle: Deutsche Reiterliche Vereinigung

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