Luhmühlen: Lucinda Fredericks und Sandra Auffarth in Führung

Lucinda Fredericks und Flying Finish

Luhmühlen 13.06.2014 Internat. Vielseitigkeit CCI****(hier Dressur): Lucinda Fredericks (AUS) und Flying Finish Foto: ©Julia Rau Am Schinnergraben 57 55129 Mainz Tel.: 06131-507751 Mobil: 0171-9517199 Rüsselsheimer Volksbank BLZ 500 930 00 Kto.: 6514006 Es gelten ausschliesslich meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (© Julia Rau)

Die Australierin Lucinda Fredericks führt nach der Dressur in
der Vier-Sterne-Vielseitigkeit von Luhmühlen vorm Gelände. Hinter ihr sind
Michael Jung und Ingrid Klimke, die beide mit Debütanten in die anspruchsvolle
Prüfung gehen.Im CIC***, gleichzeitig
die Deutsche Meisterschaft, steht Sandra Auffarth mit Opgun Louvo in Front. Und
noch ein Vier-Sterne-Erstling konnte sich aus deutscher Sicht gut in Szene
setzen.

Die Australierin Lucinda Fredericks führt nach der Dressur in der Vier-Sterne-Vielseitigkeit von Luhmühlen vorm Gelände. Hinter ihr sind Michael Jung und Ingrid Klimke, die beide mit Debütanten in die anspruchsvolle Prüfung gehen. Im CIC***, gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft, steht Sandra Auffarth mit Opgun Louvo in Front. Und noch ein Vier-Sterne-Erstling konnte sich aus deutscher Sicht gut in Szene setzen.

Lucinda Fredericks hatte schon in der Prüfung gemerkt, dass es gut lief. „Lucinda, vermeide alles, was die Achten kaputtmacht, habe ich mir gesagt“, sagt die gebürtige Britin, die seit ein par Jahren für die Heimat ihres australischen Ehemanns Clayton an den Start geht. Schon einmal hatte sie nach der Dressur in Luhmühlen vorn gelegen. Und auch damals hatte sie den Holsteiner Flying Finish geritten. Der Candillo-Sohn ging heute eine sehr gleichmäßige Dressurrunde, was kaum einem anderen Paar gelang. Das mit dem Achten nicht zerstören hat auch funktioniert. Lediglich eine sechs verzeichnet das Protokoll. 38,7 Minuspunkte nimmt sie morgen Vormittag mit auf den 6500 Meter langen Kurs, auf dem 29 Hindernisse mit 45 Sprüngen warten.

Den Kurs loben alle Reiter. „Gut, passend für das Niveau, mit vielen Tischen auf Höchstmaß“, fasst Michael Jung zusammen. Der Olympiasieger reitet die Halbblutstute Rocana v. Ituango xx erstmals auf Viersterneniveau. Ein misslungener erster fliegender Wechsel, „mein Fehler, die Stute war einfach nicht genug vorm Schenkel, da gibts keine Ausrede“, kostete Punkte (41,5). Ansonsten ging die Stute aus sachsen-thüringischer Zucht in guter Anlehnung durch die Prüfung. Ihre Vollschwester siegte am vergangenen Wochenende in Wiesbaden, siebenjährig, in der CIC***-Prüfung. Die beiden hätten abgesehen vom Stockmaß, Rocana ist die ältere, aber beileibe nicht die größere Schwester, viel Ähnlichkeit, sagt Jung. Ihr Nervenkostüm, die Art beim Reiten bei Spannung abzutauchen, aber eben auch die Qualitäten am Sprung und im Gelände. Und auf der Stallgasse scharren beide schneller als alle anderen.

Hochzufrieden war Ingrid Klimke, die den Oldenburg Hale Bop (42,0) auf Platz drei reiten konnte nach der Dressur. Auch für Bobby ist es der erste Start in der Königsklasse. Das Gelände sei gut gebaut, aber man muss sich vom ersten bis zum letzten Sprung voll konzentrieren.

Eine läuft mit einem breiten Grinsen über den Turnierplatz in der Lüneburger Heide: Bettina Hoy. Sie hat den Dali-Sohn Designer gesattelt und liegt nach der Dressur mit 43,1 Minuspunkten auf Platz fünf mit dem Zehnjährigen, der fünfjährig in den Stall von Bettina Hoy kam und erst sechsjährig das erste Mal in einer Vielseitigkeitsprüfung am Start war. Für das Debüt des Westfalen hat sie sich vor allem vorgenommen: kein Stress! „Ich bin happy, dass er so toll gegangen ist, morgen im Gelände werden wir sehen wie es klappt.“ Springen kann der Donnerhall-Enkel (!) auch, letzte Woche hat er noch in einem 2*-M-Springen der Konkurrenz das Fürchten gelehrt.

Apropos Fürchten ganz fürchterlich, und zwar fürchterlich aufregend, fand Rutherglen, der Hannoveraner des Australiers Andrew Hoy, dass die Stuten und Fohlen, die im Anschluss an die Dressur auf dem Turnierplatz gezeigt wurden, in ihren Anhängern hinterm Abreiteplatz standen. Rutherglen war lange Hengst, daran erinnerte er sich spontan. Leider auch noch bis ins Viereck hinein. Mit 52,7 Zählern ist Hoy 20, dafür ist er in der Drei-Sterne-Prüfung Zweiter. Das erste Pferd geht morgen früh bereits um 8.50 Uhr auf die Strecke, das ZDF überträgt von 12 bis 12.45 Uhr.

Die Ergebnisse in der Übersicht finden Sie hier!

Deutsche Meisterschaften und CIC***: Wolle wieder voll da

Opgun Louvo, alias Wolfgang, alias Wolle, ist wieder da. Schon auf der schwäbischen Alb in Marbach hatte der Olympiasilbermedaillengewinner von London sich mit Platz zwei eindrucksvoll zurückgemeldet. In Luhmühlen liegt er mit Sandra Auffarth nach der Dressur in Führung. 26,1 Minuspunkte, das entspricht 81,6 Prozent, erhielten die beiden für ihre Vorstellung. Damit verwiesen sie Andrew Hoy und Cheeky Calimbo v. Contendro mit 28,5 auf Platz zwei. Der Australier trainiert schon seit längerem mit Laura Tomlinson, geborene Bechtolsheimer, Dressur, das zahlt sich für ihn und den Hannoveraner Wallach aus. Nicht ganz an ihre besten Dressurergebnisse kam Ingrid Klimkes Escada heran, im Schritt und Galopp gab es kurze Momente von Spannung im Stadion mit seinen flatternden Fahnen. Dennoch ging die Hannoveraner Stute, für die es als geborene Luhmühlenerin ein Heimspiel ist, eine sehr gute Runde und liegt an dritter Stelle (34,2). Vierte ist Julien Despotin aus Belgien mit einem weiteren Hannoveraner, Waldano v. Wolkentanz-Bergkristall (36,6) vor Peter Thomsen. Der hatte fleißig trainiert, unter anderem Dressur mit Derbysieger Falk Rosenbauer, und kam mit dem Holsteiner Barney mit dem fünftbesten Ergebnis aus dem Viereck (38,1). Sechste ist Julia Krajewski mit dem Oldenburger London Return v. Lifestyle (39,9) vor Andreas Ostholt und Pennsylvania v. Pik L (40,2). Ab 14.30 Uhr steht die Cross Country Strecke der Dreisterneprüfung auf dem Programm.