Mach’s gut, Armada!

Andrew Nicholson und Armada

Armada und Andrew Nicholson beim CCI4* Luhmühlen 2010, wo das Paar auf Rang zehn landete. (© Julia Rau)

Nicht weniger als 16 Vier-Sterne-Prüfungen hat Armada in seiner Karriere erfolgreich beendet. Zunächst mit dem Neuseeländer Andrew Nicholson und später unter dem Briten Oliver Townend im Busch unterwegs, zählte der Fuchs zu seiner Zeit zu einem der erfolgreichsten Vielseitigkeitspferde weltweit. Nun musste er im Alter von 20 Jahren eingeschläfert werden.

Armada v. Fines-Golf I erblickte in Spanien bei seinem Züchter Ramon Beca das Licht der Welt und wechselte später in den Besitz von Paul und Diana Ridgeon. Als Fünfjähriger kam er dann in den Stall von Andrew Nicholson. Der merkte schnell, dass er da ein ganz besonderes Pferd unter dem Sattel hatte. „Er hatte eine unglaubliche Kraft und einen langen Galoppsprung, daher hat sich das Gelände, besonders in seinen jungen Jahren, nahezu mühelos angefühlt“, sagte der neuseeländische Championatsreiter gegenüber Horse&Hound.

2005 und 2006 qualifizierte sich Armada mit Nicholson für die Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers. Ein Jahr später folgten dann die ersten Top-Platzierungen auf Drei-Sterne-Niveau. 2008 war der Fuchs das erste Mal auf Vier-Sterne-Niveau unterwegs und galoppierte in Burghley auf Anhieb auf Platz acht. Auch in Luhmühlen schaffte es das Paar zwei Jahre in Folge (2010 und 2011) unter die besten Zehn.

Zweite Karrierehälfte

Ab 2012 übernahm dann der britische Mannschaftsweltmeister Oliver Townend denn Wallach. Und auch zwischen diesen beiden passte die Chemie bestens: Mit Platz zwei im CCI4* Badminton feierte Armada unter dem aktuell Zweiten der Weltrangliste wohl einen der größten Erfolge seiner Karriere. Im gleichen Jahr gewannen die beiden außerdem die Drei-Sterne-Prüfung in Burnham Market.

2016 ging der Fuchs dann in den wohlverdienten Ruhestand, den er im Stall von Andrew Nicholson verbringen durfte. Letzte Woche entschieden die Besitzer dann, den Wallach einschläfern zu lassen. „Er hatte sehr viel Gewicht verloren und Arthritis, daher war es die beste Entscheidung. Ich wollte nicht, dass er leiden muss und daher war es der richtige Zeitpunkt“, so Paul Ridgeon.

Auch Oliver Townend erinnert sich gerne an den Wallach: „Er war einfach eine andere Liga im Gelände. Es gab keinen Kurs, der für ihn zu schwierig gewesen wäre. Das Beste war, dass man ihn nie antreiben musste, nicht mal in den größten Prüfungen. Ich musste nie sagen ,los jetzt‘!“. Übrigens hat Armada noch einen sehr berühmten Vollbruder: den ein Jahr jüngeren Nereo, der unter Andrew Nicholson bei den Olympischen Spielen 2012 Team-Bronze gewann.

Quelle: Horse&Hound

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