Montelibretti: Seigneur Medicott beschert Indien den ersten Sieg in einer internationalen Vielseitigkeit

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Bettina Hoy und Seigneur Medicott (© Pauline v. Hardenberg)

Erstes Turnier, erster Sieg für Bettina Hoys Deutschen Meister Seigneur Medicott aka „Micky“ unter seinem neuen Reiter Fouaad Mirza.

Im italienischen Montelibretti haben Fouaad Mirza (25) und Seigneur Medicott im Rahmen eines CCI1* ihr gemeinsames Turnierdebüt gegeben. Es wurde ein Start-Ziel-Sieg. Nach der Dressur lag das Paar mit 32.10 Minuspunkten in Führung. Im Gelände kamen 2,4 Zeitstrafpunkte hinzu. Der Vorsprung der beiden war jedoch so groß, dass auch die acht Strafpunkte im Parcours an ihrem Sieg nicht rütteln konnten.

Dies ist das erste Mal in der Geschichte des Vielseitigkeitssports, dass ein Inder ein internationales Turnier gewinnt. Damit nicht genug, der Schüler von Bettina Hoy wurde mit seinem anderen Pferd, Cocky Locky, auch gleich noch Zweiter (43,50).

Rang drei sicherte sich die Schweizerin Joelle Bruni auf Mathurine v/d Vogelzang.

Deutscher Meister für Indien

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Bettina Hoys Seigneur Medicott nun tatsächlich verkauft ist. Dass der elfjährige Westfale v. Seigneur d’Alleray xx auf dem Markt ist, war kein Geheimnis und schon länger der Fall. Als nun klar war, dass es so weit ist, war es ein großer Trost für Bettina Hoy, dass sie ihren „Micky“ weiter täglich regelmäßig sehen würde, denn sein neuer Reiter Fouaad Mirza ist ein Schüler von ihr.

Hoy übernahm Seigneur Medicott sechsjährig und war vor allem auf Drei-Sterne-Niveau schwer zu schlagen. Eine Siegesserie mit fünf Triumphen hintereinander, angefangen in Blenheim, wo die beiden als erstes deutsches Paar den CCI3* gewinnen konnten, krönten sie in diesem Jahr mit dem Deutschen Meister-Titel in Luhmühlen.

CCI2* mit deutscher Beteiligung

Highlight des Wochenendes war in Montelibretti die lange Zwei-Sterne-Prüfung. Sie wurde zu einem Heimspiel für Giovanni Ugolotti auf dem erst siebenjährigen Duke of Champion v. Duke of Hearts xx. Auch die beiden hatten bereits nach der Dressur die Führung übernommen und beendeten die Prüfung mit 51,30 Minuspunkten. Im Gelände waren sie fehlerfrei, aber im Springen fielen zwei Stangen.

Platz zwei ging an Patrizia Attinger auf Mooney Amach v. Cult Hero mit 52,70 Minuspunkten vor der einzigen deutschen Reiterin in Montelibretti: Sophie Grieger im Sattel der DSP-Stute Al Martina, einer Tochter des Imperio, die im Haupt- und Landgestüt Schwaiganger. Das Gelände beendeten die beiden mit ihrem Dressurergebnis. Allerdings kamen im Springen 12 Strafpunkte hinzu, so dass unter dem Strich 55,50 Minuspunkte standen.

Alle Ergebnisse aus Montelibretti finden Sie hier.

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