Nach dem Fall Samourai du Thot: Carsten Rohde will Posten des Mannschaftstierarztes abgeben

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Mannschaftstierarzt Carsten Rohde (2.v.li.) bei den Olympischen Spielen in Rio mit Chris Bartle und dem Team Klimke, bestehend aus Andreas und Greta Busacker und Carmen Thiemann. (© Pauline von Hardenberg)

Zehn Jahre lang war Carsten Rohde Mannschaftstierarzt der deutschen Vielseitigkeitsreiter. Nach den jüngsten Ereignissen mit dem Medikationsfall Samourai du Thot trennen sich nun seine Wege und die des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).

Es war seine eigene Entscheidung. In einem Pressestatement der FN erklärt Carsten Rohde: „Im Zuge der Aufarbeitung des Medikationsfalles um Julia Krajewskis Pferd Samourai du Thot ist bei mir der Eindruck entstanden, dass nicht mehr alle Personen im Verband hinter mir stehen. Nach meinem Verständnis kann man nur Mannschaftstierarzt sein, wenn uneingeschränkter Rückhalt und Vertrauen der Verbandsführung gegeben sind. Deshalb werde ich im Einvernehmen mit dem DOKR meine Position zur Verfügung stellen.“

DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler dankt Rohde für die „langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit“. Er habe in den vergangenen zehn Jahren einen „maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte“ der deutschen Vielseitigkeitsreiter gehabt.

Zum Hintergrund

Den deutschen Vielseitigkeitsreitern war die Mannschaftssilbermedaille von den Europameisterschaften in Strzegom aberkannt worden, nachdem in A-und B-Probe des Dopingtests festgestellt worden war, dass Samourai du Thot, das Pferd von Julia Krajewski, eine verbotene Substanz im Blut hatte: Firocoxib. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der in die Gruppe der „Controlled Medication Substances“ fällt, also Mittel, die im Training erlaubt, im Wettkampf jedoch verboten sind. Es handelt sich also nicht um Doping. Firocoxib wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend.

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  1. Georg Weisser

    Endlich. Er hate 10 Jahre unverantwortlich gearbeitet. Wie in seiner Klinik wo er ein Blutspendepferd mit einer Seuche 3 Jahre unkontrolliert als Spender einsetzte und daraufhin 21 Privatpersonen ihre Pferde töten lassen mussten. Gottes Mühlen malen langsam. Aber sie sind gerecht. DANKE.


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