Neuer Reiter für Leonidas II gefunden

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Leonidas II ("Leo") war das Pferd, mit dem Todd seine letzten Olympischen Spiele ritt, die 2016 in Rio de Janeiro. (© von Hardenberg)

Nachdem Vielseitigkeitsreiter Mark Todd vor wenigen Wochen das Ende seiner sportlichen Karriere bekannt gab, blieb eine Frage zunächst ungeklärt: Was passiert mit den Pferden des Neuseeländers? Zumindest für sein Spitzenpferd Leonidas II ist nun eine Antwort gefunden.

Zukünftig wird der Holsteiner unter irischer Flagge unterwegs sein: Padraig McCarthy, seit Jahren gut mit Todd befreundet, übernimmt Leonidas. Der 42-jährige Ire ist amtierender Vize-Weltmeister im Busch, gewann bei den Weltreiterspielen in Tryon zweimal Silber – im Einzel und mit der Mannschaft. Nun bekommt sein WM-Partner Mr. Chunky also Verstärkung. „Ich freue mich sehr“, so McCarthy. “Offensichtlich ist das Pferd ganz toll zu reiten, nachdem er von Mark Todd ausgebildet wurde.”

Ein kleiner Kämpfer mit großem Talent

Leonidas, inzwischen 15-jährig, kam bei St.GEORG-Herausgeberin Gabriele Pochhammer in Windeby auf die Welt. Seit 2018 ist der Landos-Sohn aus einer Parco xx-Mutter auch Mitglied der Hall of Fame der Vielseitigkeit. Und das nicht von ungefähr: Sechsjährig zog der nur 1,64 Meter große Braune nach England um, wo Todd beheimatet ist. Der entdeckte schnell, dass in dem kleinen Wallach ein großes Kämpferherz steckt.

Fünfmal absolvierte das Paar die Geländestrecke in Badminton ohne Hindernisfehler, kam 2016 sogar auf Rang vier. Ein weiterer Karrierehöhepunkt: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio im gleichen Jahr, die Todd und Leonidas auf Platz sieben in der Einzelwertung abschlossen. Auch bei ihrem letzten gemeinsamen Turnierstart im irischen Camphire trugen sie maßgeblich dazu bei, dass das neuseeländische Team den FEI-Nationenpreis für sich entscheiden konnte.

Ein Reiter mit Köpfchen

Padraig McCarthy wiederum hat sein Handwerk unter anderem bei Rolf-Göran Bengtsson und Max Hauri gelernt. Zunächst arbeitete der Ire jahrelang als Springausbilder in Europa und den USA. Ab 2003 begann er ein Wirtschaftstudium, in dessem Rahmen er sich nicht nur mit dem Insolvenzrecht befasste, sondern auch die deutsche Sprache studierte. Obowhl er ein Stipendium für ein Forschungsprojekt erhielt und bereits wissenschaftliche Artikel veröffentlich hat, entschied sich McCarthy aber schließlich doch für die Pferde. Seit 2014 betreibt er mit seiner Frau Lucy das Ausbildungszentrum MGH Sport Horses auf der Warren Farm in Devon (Großbritannien).

Mit der Selbstständigkeit kam auch der Disziplinwechsel: Erst vor sechs Jahren bestritt der Ire seine erste internationale Vielseitigkeit. Schnell folgten die ersten Einsätze für das irische Team in Nationenpreisen. 2015 kam dann die Nominierung für die Europameisterschaften in Blair Castle, ein Jahr später der Start bei den Olympischen Spielen in Rio. Tokio 2020 sei allerdings erst einmal nicht geplant mit Leonidas: “Nachdem er verletzt war, wollen wir ihn nun ins Laufen bekommen und schauen, wie es ist.” Den ersten gemeinsamen Start strebt das Paar am kommenden Wochenende im britischen Somerford Park an.

Quelle: GlobalEquestrianNews

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  1. Horst Müller

    Schon vor 11 Jahren sammelte Leonidas seine ersten nationalen Erfolge unter Philipp Kolossa, der Mark Todd auf dieses Ausnahmepferd aufmerksam gemacht hat.

    Dabei ist für Züchter vielleicht noch interessant, dass die Halbschwester von Leonidas mit Namen Cara Mia, abstammend von Cardenio, in der Zucht bisher Spitzenfohlen bei Claus Münkel in Langenhagen vom auf dem Söderhof in Walsrode stationierten Vollblüter Duke of Hearts xx geliefert hat.
    Bei der Holsteiner Fohleneintragung verabschiedete sich die Kommission auf ein Wiedersehen in zweieinhalb Jahren zur Körung.


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