Olympia: Takinou fällt für Rio aus, Sam reist nach Brasilien

Michael Jung und Takinou auf dem Weg zum Sieg beim CICO3* in Aachen 2016

Michael Jung und Takinou auf dem Weg zum Sieg beim CICO3* in Aachen 2016 (© Pauline von Hardenberg)

Schlimme Nachrichten von Vielseitigkeitsolympiasieger Michael Jung. Sein Takinou ist erkrankt und kann nicht wie geplant bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an den Start gehen.

Auf seiner Facebook-Seite schreibt Michael Jung:

„Heute muss ich die schlimmste Nachricht des Jahres schreiben. fischerTakinou hat sich nach seinem Sieg in Aachen einen fiebrigen Infekt zugezogen und kann nicht nach Rio fliegen. Diesen Infekt wird er nicht rechtzeitig auskurieren und wenn doch, dann wollen wir ihm die Reise und den Wettkampf nicht zumuten. So wurde mit den Trainern, Karsten Rohde und meiner Familie entschieden, dass ich auf meinen Favoriten verzichten muss und Sam nun auf die große Reise geht. Das wichtigste ist, dass Taki schnell wieder gesund wird und auch Sam auf eure gedrückten Daumen zählen kann.“

Das kann er! Mit Sam hätte Michael Jung es in Rio in der Hand, es Mark Todd gleichzutun, dem es als bisher einzigem Reiter in der Geschichte des Sports gelungen ist, mit ein und demselben Pferd zweimal Olympiasieger zu werden, mit Charisma. Sam könnte in Rio seinen Sieg von London wiederholen.

Laut FN bedauert Bundestrainer Hans Melzer die Absage, bleibt aber optimistisch: „Der Ausfall bedeutet keine Schwächung für das deutsche Team. Michael Jung hatte sich zwar immer für Takinou ausgesprochen, hat aber das Glück, mit Sam und Rocana zwei weitere Spitzenpferde auf mindestens demselben Niveau im Stall zu haben. Diese haben, nach den Vier-Sterne-Siegen im Frühjahr, gerade erst ihre Topform in Kurzprüfungen in Aachen beziehungsweise Strzegom bestätigt.“

Ein Hindernis könnte allerdings noch die Bürokratie darstellen. Da am vergangenen Wochenende bereits definitiver Nennungsschluss für die Olympischen Spiele war, ist der Austausch eines Pferd allerdings nur noch erschwert möglich. Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und Chef de Mission der deutschen Reiter in Rio, erklärt: „Zu berücksichtigen sind sowohl das Regelwerk des internationalen Pferdesportverbandes (FEI) als auch des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), und insbesondere die komplizierten Auflagen der zuständigen Behörden in Brasilien.“

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