Pony-EM Strzegom: Pech für deutsche Vielseitigkeitsmannschaft – aber zwei Medaillenkandidatinnen

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Die Britinnen dominieren die Vielseitigkeits-EM der Ponyreiter in Strzegom 2019. Hier Daisy Bath auf Detroit, die auch in der Einzelwertung an der Spitze liegt. (© Facebook.com/Strzegom Horse Trials)

Mit einer gemischten Bilanz aus deutscher Sicht endete der heutige Geländetag bei den Vielseitigkeits-Europameisterschaften der Ponyreiter in Strzegom. Nachdem zwei Teamreiterinnen ausschieden, liegt die Mannschaft abgeschlagen zurück. Medaillenchancen gibt es aber trotzdem noch.

Zumindest in der Einzelwertung. Denn Nicoletta Massmann mit Majestro und Sophia Rössel auf Camillo liegen auf den Plätzen vier und fünf immerhin noch in Treppchennähe. Nicoletta ist als Einzelreiterin mit ihrem erst achtjährigen Pony in Strzegom unterwegs. Ohne den Druck der Mannschaft lieferte sie die schnellste deutsche Geländerunde und hat nun 30,1 Minuspunkte auf dem Konto, mit denen sie ins Abschlussspringen geht.

Sophia Rössel und ihr Camillo hatten nach der Dressur noch in Führung gelegen. Im Gelände musste Sophia ziemlich kämpfen, um ihren hoch motivierten Sportpartner unter Kontrolle zu halten. Dadurch kamen ein paar Zeitstrafpunkte zum Dressurergebnis hinzu. In der Addition sind es genau 31 Minuspunkte.

Pech für Schulze Zurmussen und Lakeberg

Den Auftakt für Deutschland hatten Josepha Fischer und Bell-a-Bon gemacht. Einmal nahmen die beiden die Alternative, kassierten so einige Zeitfehler, kamen aber sicher ins Ziel. Ein viel versprechender Start, für den Bundestrainer Fritz Lutter voll des Lobes war, weil Josepha genau nach Order geritten ist.

Leider ging es nicht so weiter. Charlotte Schulze Zurmussen hatte heute einen Pascal unter dem Sattel der kaum zu bremsen war, wie die FN berichtet. So kam es zu zwei Vorbeiläufern und am Ende rutschte Charlotte auch noch aus dem Sattel. Damit waren sie ausgeschieden. Jette Lakebergs Nadesh huschte gleich dreimal vorbei. Damit waren auch sie aus dem Rennen und das deutsche Team fiel auf den vorletzten Platz zurück.

Briten an der Spitze

Fantastisch unterwegs waren die Britinnen, die nach dem Gelände sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung in Führung liegen. Die Mannschaft hat gerade mal 92,8 Minuspunkte auf dem Konto. Auf Silberkurs gehen die Franzosen ins Abschlussspringen mit aktuell 102,1 Minuspunkten. Die Briten liegen mit 111,6 Zählern dahinter.

Einzelgold in Reichweite hat Daisy Bathe mit SF Detroit. Der hatte schon einmal eine EM-Ehrenrunde angeführt. 2017 trug er Georgina Herrling zum Sieg, auch sie eine Britin. Daisy hat aktuell 28,8 Minuspunkte angesammelt. Einen Springfehler darf sie sich nicht erlauben, denn mit 29,9 Minuspunkten ist ihr die Französin Lisa Gualtieri mit O ma doue dicht auf den Fersen. Nach Bronze sieht es aktuell für Italiens Camilla Luciani auf Camelot Damgaard aus, die eine von insgesamt sieben strafpunktfreien Ritten im Gelände lieferten.

Genau zehn Paare waren heute im Gelände ausgeschieden oder hatten aufgegeben. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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