Richard Meade gestorben

Richard Meade und Speculator III nach ihrem Sieg in Badminton 1982

Badminton Horse Trials champions Richard Meade of Great Britain and his horse Speculator III with the trophy after their victory, circa May 1982. (Photo by Bob Thomas/Getty Images) (© Bob Thomas/Getty Images)

Die Pferdewelt hat einen ganz Großen verloren. Richard Meade, der für Großbritannien drei olympische Goldmedaillen und etliche Meriten mehr in der Vielseitigkeit gewann, hat im Alter von 76 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren.

Die Liste der Erfolge des von der Queen mit dem Titel OBE ausgezeichneten Meade ist schier unendlich. Er hat an vier Olympischen Spielen teilgenommen und dabei drei Goldmedaillen gewonnen. Auch war er bei den Ersatzspielen 1980 dabei, die für die Vielseitigkeitsreiter in Fontainebleau stattfanden. Einmal gab es Mannschaftssilber bei den Weltreiterspielen, einmal Mannschaftsgold. Hinzu kam dreimal Gold mit dem Team bei Europameisterschaften. Außerdem war er natürlich auch bei den Klassikern siegreich 1970 und 1982 in Badminton sowie 1964 in Burghley.

Nach seiner aktiven Karriere widmete er sich administrativen Aufgaben. Er war Präsident der Britischen Reiterlichen Vereinigung sowie Vorsitzender der British Horse Foundation sowie des Rats der British Horse Society. Darüber hinaus gehörte er zum FEI Bureau und zum FEI-Vielseitigkeitskomitee und war Vorsitzender des Bereichs Nordeuropa. Er war FEI-Trainer und Richter und arbeitete eng mit dem Weltreiterverband und mit dem Olympic Solidarity Programme zusammen, um die Entwicklung der Vielseitigkeit voranzutreiben.

Meade hinterlässt seine Frau Angela und drei Kinder: Harry, der für Großbritannien bei den Weltreiterspielen in der Normandie am Start war, wo sein Pferd Wild Lone auf tragische Weise ums Leben kam, sowie James und Lucy. Hinzu kommen unzählige Freunde und die gesamte Pferdeszene, die um ihn trauern.