Sommermärchen 2017: Vielseitigkeitsreiter Jonty Evans sammelt 500.000 Pfund, um Olympiapferd zu halten

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(© www.jontyandart.com)

Der irische Vielseitigkeitsreiter Jonty Evans und sein nun elfjähriger Cooley Rorkes Drift („Art“) waren im vergangenen Jahr Neunte bei den Olympischen Spielen in Rio. Nun meldeten sich Kaufinteressenten bei der Pferdebesitzerin und Jonty musste sich etwas einfallen lassen, um seinen vierbeinigen Partner behalten zu können. Ihm ist etwas eingefallen!

Besonders aus Amerika soll es ernsthafte Kaufangebote an Cooley Rorkes Drifts Besitzerin Fiona Elliott gegeben haben. Jonty Evans beschloss, zu handeln. Er setzte eine Website auf – www.jontyandart.com – über die gespendet werden konnte. Dabei kamen nun 500.000 Britische Pfund zusammen, umgerechnet gut 553.000 Euro. Dabei gab es zwei Spender, die den Löwenanteil der Gesamtsumme aufgebracht haben, der eine 150.000 Pfund und der andere 100.000 Pfund.

Horse & Hound meldet, Jonty Evans habe vor Freude geweint, als er gestern morgen mitteilte: „Mir fehlen die Worte und ich bin allen, die gespendet haben, so so dankbar! Ich kann es einfach nicht glauben. Radio Gloucestershire rief mich heute morgen für ein Interview an und ich konnte nicht aufhören zu reden.“

Auch in Hinblick auf die Europameisterschaften war es für Evans quasi Rettung in letzter Minute. Denn wären die Besitzverhältnisse nicht geklärt gewesen, hätte er nicht fahren können. Und er ist gesetzt für das irische Team, nachdem er ja in Rio bereits das beste Mannschaftsergebnis geliefert hatte.

Jonty Evans: „Das war meine letzte Chance und ich habe nicht wirklich geglaubt, dass das klappen könnte. Die ersten 24 oder 48 Stunden waren surreal und ich dachte, ,Mein Gott, kann das wahr sein?‘ Dann wurde es natürlich ein bisschen weniger. Dann kamen da die beiden größeren Spenden und wir hatten es geschafft. Es ist unglaublich.“

Cooley Rorkes Drift ist ein elfjähriger Ire v. Courage-Rachelle Comet. Jonty Evans hatte ihn 2012 das erste Mal international auf Ein-Sterne-Niveau eingesetzt. Zusammen haben die beiden sich dann immer weiter nach vorne gearbeitet mit dem neunten Platz in Rio als vorläufigem Höhepunkt. Ihr Vier-Sterne-Debüt gaben die beiden dieses Jahr in Badminton über einen Kurs, von dem es später hieß, der habe eher Fünf-Sterne-Niveau gehabt. Nach einer super Dressur gab es eine Verweigerung und dementsprechend Zeitfehler im Cross. Aber im Springen waren sie wieder fehlerfrei.

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