Strzegom: Doppelsieg für deutsche Vielseitigkeitsreiterinnen in Nationenpreis und Einzelwertung

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Josefa Sommer mit Simple Smile, Elena Otto-Erley mit Finest Fellow und Katharina Tietz auf Aspen T nebst Bundestrainer Hans Melzer. (© FEI/Libby Law Photography)

Perfektes Nationenpreis-Wochenende für die deutschen Reiterinnen im polnischen Strzegom. Während das Team erst ganz am Schluss aufs oberste Treppchen sprang, sah es bei Einzelreiterin Jule Wewer von Anfang an nach Podiumsplatz aus in dem CCIO4*-S.

Nach der Dressur hatten Jule Wewer und ihr 18-jähriger langjähriger Erfolgspartner Ruling Spirit (v. Rubin-Royal) an zweiter Stelle gelegen mit 27 Minuspunkten. Im Gelände kamen zwar 0,8 Zeitfehler hinzu, aber damit waren sie bestes Paar. In der Zeit hatte es keiner geschafft. So starteten die beiden heute als letzte mit großem Vorsprung ins abschließende Springen. Den Vorsprung brauchten sie auch, denn Ruling Spirit nahm den Ein- und den Aussprung der dreifachen Kombination mit. Dennoch, 35,8 Minuspunkte bedeuten den ersten Vier-Sterne-Sieg für das Paar.

Nationenpreis

Im Nationenpreis hatte es nach dem Gelände noch nach einem Sieg für die Gastgeber ausgesehen. Mit 128,8 Minuspunkten führte Polen vor Deutschland mit 135 Minuspunkten. Doch im Parcours wendete sich das Blatt.

Zwar lieferte Mateusz Kiempa auf dem Iren Rassban Radovix eine super Nullrunde, doch seinen Kollegen wollte das nicht gelingen. Bei Jan Kaminski und Jard wurden es 16 Fehler, bei Wiktoria Knap mit Quintus ganze 20,4. Damit war der Traum vom Sieg ausgeträumt, denn bei den deutschen Reiterinnen lief es sehr viel besser.

Bestes Paar waren Josefa Sommer und ihre 13-jährige Hannoveraner Stalypso-Tochter Simple Smile, die mit insgesamt 40,9 Strafpunkten Fünfte in der Gesamtwertung wurden. Simple Smile hat sich damit ihren Platz als Nachfolgerin für Josefa Sommers Erfolgspferd Hamilton verdient, den Sommer im vergangenen Jahr in die Aktivrente verabschiedet hatte.

Elena Otto-Erley und Finest Fellow hatten sich gestern im Gelände reichlich Zeit gelassen, blieben heute im Parcours aber fehlerfrei und wurden so mit 50,1 Minuspunkten Elfte.

Nummer drei im deutschen Team waren Katharina Tietz und Aspen, die heute drei Stangen im Parcours mitnahmen, damit aber immer noch Rang 14 belegten.

Reservistin war Nadine Marzahl mit der zehnjährigen Valentino-Tochter Victoria, die schlussendlich 19. wurden.

CCI4*-L

In der langen Vier-Sterne-Prüfung gab es einen Heimsieg durch Malgorzata Korycka auf der zehnjährigen Oldenburger Verdi-Tochter Canvalencia (47,2).

An zweiter Stelle folgten Michael Jungs italienischer Stallreiter Pietro Grandis auf der neunjährigen Hannoveraner Stute Go for S, die eigentlich Michael Jungs Frau Faye gehört. Aber schon im vergangenen Jahr hatte Faye gesagt, dass „Gerda“ in den großen Sport muss und sie ihrem Mann gegeben, der sie ebenfalls bereits mehrfach erfolgreich vorgestellt hat. Mit Pietro Grandis im Sattel wurden es nun 47,4 Minuspunkte, 34,6 aus der Dressur plus 12,8 im Gelände für Zeitüberschreitung.

Auf Rang drei endete die Schwedin Malin Josefsson, die ihre Führung nach Dressur und Gelände mit der Jaguar Mail-Tochter Maggan V nach drei Abwürfen im Parcours verlor.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.