Strzegom: Sandra Auffarths Zukunftspferd Viamant du Matz gewinnt erste Drei-Sterne-Prüfung, Team für Tryon benannt

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Sandra Auffarth und Viamant du Matz, hier in Luhmühlen 2018, sind im Olympiakader. (© Toffi)

Nach einem starken Auftritt beim CIC3* im polnischen Strzegom führte Sandra Auffarths neunjähriger Selle Francais-Hengst Viamant du Matz erstmals eine internationale Ehrenrunde. Und das gegen die besten deutschen Paare, denn Strzegom war zugleich die entscheidende Sichtung für die Weltreiterspiele. Nun steht das Team.

Sandra Auffarth und ihr Diamant de Semilly-Sohn hatten schon in der Dressur einen guten Auftakt erwischt: 28,80 Minuspunkte, vorläufig Rang vier. Das ist das beste Ergebnis, was die beiden je in einer internationalen Prüfung erritten haben. Und so ging es weiter. Im Gelände waren sie das einzige Paar innerhalb der erlaubten Zeit. Und im Springen ließen sie sich auch nichts zu schulden kommen. Damit war ihnen der Gesamtsieg mit ihrem Dressurergebnis nicht zu nehmen.

Zweiter wurde Christoph Wahler im Sattel seines Holsteiner Clearway-Sohnes Carjatan, mit dem er schon in Luhmühlen Aufsehen erregt hatte. Dass der Auftritt in der Heide keine Eintagsfliege war, zeigten die beiden in Strzegom mit einer 29,80 Minuspunkte-Dressur, zu der im Gelände lediglich 0,4 Zeitfehler hinzu kamen. Machte dann 30,20 Minuspunkte und bei denen blieb es auch.

Dritter wurde Andreas Dibowski auf Corrida mit 32,70 Minuspunkten. Die Hannoveraner Contendro-Tochter war beim CICO Aachen ja im Springen etwas von der Rolle gewesen. In Strzegom war die Welt wieder in Ordnung: fehlerfrei im Parcours, 2,8 Zeitfehler im Gelände.

Die Kandidaten für Tryon haben es im Gelände etwas ruhiger angehen lassen. So rutschte Ingrid Klimke mit Hale Bob nach 8,8 Zeitfehlern, aber fehlerfreiem Springen vom dritten Rang nach der Dressur auf Platz vier insgesamt.

Hinter „Bobby“ reihte sich Andreas Dibowski auf dem Luhmühlen-Sieger von 2016, It’s Me xx, ein (39,20), gefolgt von Julia Mestern auf Grand Prix (41,0) als Sechste.

Michael Jung und Rocana waren als Führende ins Gelände gestartet, nahmen hier dann 13,2 Zeitfehler in Kauf und handelten sich noch einen Klotz im Parcours ein, Rang sieben.

Die Ränge acht, neun und zehn waren schwedisch besetzt mit Anna Nilsson auf Candy Girl (42,20), Hanna Berg im Sattel von Quite Survivor (42,50) und Therese Viklund auf Diabolique (43,60).

Jörg Kurbel und Entertain You endeten als Elfte, gefolgt von Kair Rüder auf Colani Sunrise und Elmar Lesch mit Lanzelot.

Die Aachen-Sieger Julia Krajewski und ihr ebenfalls von Contendro abstammender Chipmunk waren nach der Dressur Zweite hinter Jung und Rocana. Im Gelände hatten sie exakt dieselbe Zeit wie diese beiden, mussten sich im Parcours allerdings zehn Fehler anrechnen lassen, zwei davon für Zeitüberschreitung. Rang 14.

Mit der erst achtjährigen Selle Francais-Stute Amande de B’Néville v. Oscar de la Fontaine hatte Krajewski noch ein zweites Eisen im Feuer. Für die Stute war es die erste Drei-Sterne-Prüfung, die sie sowohl im Cross als auch im Parcours ohne Hindernis-, nur mit Zeitfehlern beendete.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Das Team für Tryon

Nun steht endlich fest, wer die deutschen Farben bei den Weltreiterspielen in Tryon vertritt. Es sind Andreas Dibowski mit Butts Avedon und Corrida, Michael Jung mit Rocana, Ingrid Klimke mit Hale Bob, Julia Krajewski mit Chipmunk und Kai Rüder mit Colani Sunrise.

Sandra Auffarth und Viamant du Matz sind erste Reserve. Dazu Bundestrainer Hans Melzer gegenüber der FN: „Das Pferd ist in einer absolut aufsteigenden Form. Er hat unheimlich viel Potenzial und wäre, wenn er zum Einsatz käme, sicherlich ein würdiges Championatspferd. Aber er ist auch noch recht jung hat noch eine große Zukunft vor sich.“

Zweite Reserve ist Josefa Sommer mit Hamilton, dann folgt Jörg Kurbel Entertain You.

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  1. Horst Müller

    Das Team für Tryon
    Begründet Bundestrainer Hans Melzer den ersten Reserveplatz von Viamant du Matz von Sandra Auffarth damit, dass er auch noch recht jung ist, wird von ihm und der verantwortlichen nominierenden Spitzensport AG offensichtlich vergessen, dass das nominierte Pferd von Andreas Dibowski, FRH Corrida, gleichen Alters ist.


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