Stuttgart: Zwei Stürze mit Folgen bei Indoor Derby

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Die Schleyer-Halle aus der Vogelperspektive. (© Toffi)

Beim Indoor Derby der Stuttgart German Masters gab es gestern zwei Stürze, die beide nicht ohne Folgen blieben für die Reiter. Andreas Ostholt wird gerade operiert, Pietro Grandis wird noch untersucht.

Der erste ereignete sich beim vierten Reiter, dem Italiener Pietro Grandis – übrigens ein Schüler von Michael Jung – auf Dinin Chosen. Am zweiten Hindernis bekamen die beiden keine Distanz zum Sprung. Das Pferd konnte nicht richtig abspringen, blieb hängen und es kam zu einem Rotational Fall. Aus den Zuschauerreihen war ein entsetzter Aufschrei zu hören. Dann wurde es still. Aber schlussendlich konnten Reiter und Pferd auf ihren eigenen Beinen die Halle verlassen. Die Erleichtertung war groß. Nun besteht aber doch der Verdacht auf eine Wirbelverletzung im Rücken des Reiters. Er wird derzeit im Krankenhaus untersucht. Dinin Chosen ist so weit bis jetzt bekannt ist, nichts passiert.

Andreas Ostholt mit gebrochenem Handgelenk

Unter den letzten Startern war der verhinderte Olympiareiter Andreas Ostholt (Ein ausführliches Dossier dazu finden Sie in St.GEORG 10/2016). Er hatte die 16-jährige Hannoveraner Stute Pennsylvania gesattelt. Bereits gegen Ende des Parcours passierte es: Über die Ecke kam Pennsylvania noch problemlos rüber. Aber dann stimmte der Absprung am darauffolgenden schmalen Element nicht. Pennsylvania sprang nicht richtig ab, sondern rutschte gewissermaßen an dem Sprung ab. Es kam zum Sturz. Die Stute blieb einen Moment liegen.Fast sah es so aus, als wolle sie ihren Reiter nicht verletzen, berichten Augenzeugen aus der Schleyer-Halle. Als dann beide wieder standen, wirkten sie zunächst topfit. Andreas Ostholt klopfte seiner Stute beruhigend Hals und Kruppe und winkte noch recht fröhlich ins Publikum ehe er die Halle verließ. Später stellte sich dann jedoch heraus, dass er sich mehrfach die Hand gebrochen hat. Derzeit wird er operiert. Pennsylvania scheint mit dem Schreck davon gekommen zu sein.

Sieg nach Ecuador

Gewonnen hatte die Prüfung gestern der in der Schweiz geborene Nicolas Wettstein, der für Ecuador an den Start geht. Michael Jung war Zweiter geworden vor Ingrid Klimke.

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