Super Auftakt für deutsche Buschreiter in Blenheim

CarlitosQuidditch

Malin Hansen-Hotopp und Carlitos Quidditch K lagen zum Auftakt in Blenheim in Führung und konnten ihr Dressurergebnis auch im Gelände halten. (© Blenheim Horse Trials)

Bei den Kollegen in Pratoni lief es ja gestern noch nicht so optimal. Dafür aber bei Malin Hansen-Hotopp und Dirk Schrade im CCI4*-L von Blenheim in ihrer Dressur.

Besonders für Malin Hansen Hotopp und ihren zehnjährigen Holsteiner Wallach Carlitos Quidditch K hätte ihr erster Start in Blenheim (GBR) nicht besser beginnen können. Sie führen nach der Dressur mit 24,6 Minuspunkten. Das ist nicht nur ihr bestes Vier-Sterne-Ergebnis, das ist das beste Dressurergebnis überhaupt, dass sie je in einer internationalen Vielseitigkeit erzielten konnten. Und die erste liegt immerhin schon dreieinhalb Jahre zurück.

Die 44-jährige Hansen-Hotopp: „Overnight Leader in Blenheim zu sein, ist einfach nur ein Traum und ich bin so glücklich!“

Sie berichtete außerdem, dass sie vor rund sechs Monaten ein Problem mit Carlitos Quidditch K hatte, weil der Quiwi Dream-Sohn aus der Zucht von Miriam Kühl angefangen hatte, im Galopp zu buckeln. „Also habe ich vor zwei Monaten angefangen, ihn viel zu galoppieren, bevor ich ins Viereck reite und das hat ihm sehr geholfen. Heute war er ein bisschen aufgeregt, aber er hat sich konzentriert.“

Das sind aber nicht alleine ihre Lorbeeren: „Wir haben eine neue Dressurtrainerin für die deutschen Vielseitigkeitsreiter (Anne-Kathrin Pohlmeier, die einst Lordswood Dancing Diamond ausgebildet hat, aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reiten kann, Anm. d. Red.) und sie hat mir so viel geholfen. Ich hatte die Prüfung gesehen, die sie bei den Weltmeisterschaften der sechsjährigen Dressurpferde geritten ist und sie ritt jede Lektion für eine 10. Das hat mich inspiriert, es auch so zu machen.“

Hansen-Hotopp sagt außerdem: „In Blenheim zu sein, ist ein Traum für mich, da ich ja kein wirklicher Profi bin und wir noch nie zuvor in England waren. Ich war Reservistin für die Weltmeisterschaften in Pratoni, aber das Pferd ist noch jung und Blenheim war immer meine erste Wahl.“ Und dann so ein Einstand!

Schrade Dritter

An zweiter Stelle liegt mit Sarah Bullimore und ihrem EM-Bronzegewinner Corouet eines der besten britischen Paare. Sie kamen auf eine 27,8. Für sie war Blenheim die Alternative, nachdem das Paar in Burghley einen frühen Vorbeiläufer hatte und die Prüfung nicht beendet hat.

Direkt dahinter weht wieder die deutsche Fahne, diesmal für Dirk Schrade und seinen ebenfalls holsteinisch gezogenen Casino. Genau 29 Minuspunkte sind es hier.

Gedenkminuten

Bei aller Freude vergessen die Briten ihre verstorbene Königin nicht. Ian Renton vom Veranstaltungsteam erklärte: „An jedem der vier Tage halten wie zwei Schweigeminuten ab und hören anschließend God Save The King. Am Samstag wird Laura Wright hier sein, um ,God Save The King‘ zu singen.“

Alle Ergebnisse aus Blenheim finden Sie hier.