Super Auftakt für die deutschen Vielseitigkeitsreiter in Haras du Pin

Jung Michael fischerChipmunk FRH

Michael Jung und Chipmunk auf dem Luhmühlener Dressurviereck. (© Annette Dölger / TGL)

Wer bei den Weltmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter in Pratoni del Vivaro ab dem 15. September dabei sein möchte, muss sich dieses Wochenende beim Nationenpreis im französischen Haras du Pin gut zeigen. Zumindest in der Dressur ist das den deutschen Reitern schon mal vorzüglich gelungen.

Als Führende gehen wie so oft Michael Jung und Chipmunk ins Gelände. Sie sind in Haras du Pin ohne Mannschaftsverantwortung unterwegs und bekamen exakt 80 Prozent für ihre Vorstellung im Viereck, umgerechnet also 20 Minuspunkte für den 14-jährigen Contendro-Sohn. In Lauerstellung dahinter rangiert aktuell die englische Luhmühlen-Siegerin von 2021, Mollie Summerland mit ihrem Charly van ter Heiden – auch der übrigens ein Hannoveraner und mit Contendro als Großvater. 77,54 Prozent sind umgerechnet und gerundet 22,5 Minuspunkte für die beiden.

Dritter ist aktuell Maxime Livio (FRA) auf Api di Libaire, der vom Anglo-Araber Fusain du Defey a abstammt, mit 73,33 Prozent. Und nochmal das Contender-Blut, diesmal über seinen Enkel Conthargos v. Converter, der seine Tochter Jadore Moi mit Sophie Leube schickte. Die beiden sind für die Mannschaft im Einsatz und waren bereits gestern der Reihe. Mit einer 73,18 Prozent-Runde hatten sie vorläufig die Führung übernommen. Nachdem nun alle Teilnehmer ihren Auftritt im Viereck hinter sich hatten, ist das Rang vier.

Direkt dahinter lieferten Malin Hansen-Hotopp mit Quidditch K (Teamreiterin), Christoph Wahler auf Carjatan S sowie der Franzose Gireg Le Coz im Sattel von Aisprit de la Loge 73,09 Prozent-Ritte. Damit rangieren drei Paare gleichauf an fünfter Stelle, die mit 26,9 Minuspunkten in den Cross gehen.

Die weiteren deutschen Ergebnisse: Jérôme Robiné sind mit 73,02 Prozent bzw. 27 Minuspunkten Achte. Alina Dibowski und Barbados, erstmals in einer deutschen Nationenpreismannschaft im Einsatz, erfüllten mit 27,4 Minuspunkten voll die Erwartungen und sind vorerst Elfte.

Die beiden Olympiasiegerinnen, Julia Krajewski und Amande de B’Neville, sind ebenfalls ohne Teamdruck im Einsatz. Mit 72,06 Prozent bzw. 27,9 Minuspunkten rangierten sie derzeit an 14. Stelle. Bei Dirk Schrade und Casino sind es 71,98 Prozent, 28 Minuspunkte, Platz 15. Auch sie gehören nicht zur Mannschaft.

Sandra Auffarth und Viamant du Matz, auch Einzelpaar, kamen mit 70,16 Prozent bzw. 29,8 Minuspunkten aus dem Viereck, aktuell Rang 22. Dasselbe Dressurergebnis erzielten auch Jérôme Robiné und Brave Heart.

Nicolai Aldinger und Timmo gehören zum Team und rangieren nach der Dressur mit 33,7 Minuspunkten (66,35 Prozent) an 55. Stelle.

In der Mannschaftswertung führt Deutschland mit 81,1 Minuspunkten vor Neuseeland (88,5) und Großbritannien (91,4).

CCI3*

In der Drei-Sterne-Prüfung liegt Mollie Summerland mit einem anderen deutschen Pferd an der Spitze, bei dem es kaum verwundert, dass es auf dem Viereck eine gute Figur macht: dem achtjährigen Oldenburger Wallach Flow v. For Romance-De Niro, den Summerland 2021 bekommen hat. In Deutschland war der Wallach bis dato in zwei Geländeprüfungen platziert gewesen. In Haras du Pin war sein Dressurauftritt den Richtern 73,18 Prozent bzw. 26,8 Minuspunkte wert.

Dahinter liegt Michael Jung, hier mit dem Iren Kilcandra Ocean Power und 27,9 Minuspunkten, direkt gefolgt von Julia Krajewski und Zukunftshoffnung Great Twist d’Ive Z, der schon insofern ein besonders Pferd ist, weil er ein Sohn des Clons von Olympiaspringpferd Gem Twist ist. Great Twist d’Ive kann aber auch Dressur, wie er mit 71,43 Prozent (28,6) bewies. Platz vier teilen sich Julia Krajewski und Chintonic, Chipmunks kleiner Bruder, der Schweizer Felix Vogg auf Colero und Fabrice Saintemarie aus Frankreich im Sattel von Cesar de Roy mit jeweils 28,7 Minuspunkten.

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