Vielseitigkeit: Frischer Wind in Sahrendorf

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Johanna Pohjonen, die demnächst bei den olympischen Spielen in Tokio für Finnland starten wird, siegte mit Conner K in der CCI3*- Prüfung in Sahrendorf. (© Thomas Ix)

Sahrendorf in Niedersachsen ist den deutschen Buschreitern bereits bestens bekannt, nun stand ein Generationenwechsel an. Am vergangenen Wochenende hat dort ein junges Team erneut ein erfolgreiches Vielseitigkeitsturnier auf die Beine gestellt. Die Siegerinnen hießen Johanna Pohjonen, Franziska Keinki und Anna Siemer.

Der Reit- und Fahrverein Auetal war Gastgeber für das internationale Vielseitigkeitsturnier in Sahrendorf – nach der Corona-Zwangspause in 2020 erstmals mit einem neuen, verjüngten Organisationsteam. Vereinsvorstand Karl Rabeler hatte in diesem Jahr Unterstützung von der nächsten Generation rund um die kommissarische 2. Vorsitzende Katharina-Luise Steinkraus und Anna Studtmann. „Die beiden haben Vorbereitung und Ablauf meisterhaft organisiert, das Gelände hat einen neuen Touch erhalten, und der Reitverein kann zuversichtlich in die Zukunft blicken“, zog Rabeler nach dem Turnier ein positives Fazit.

Turnierchefin Katharina-Luise Steinkraus dankte nicht zuletzt den vielen freiwilligen Helfern: „Es haben so viele Menschen an einem Strang gezogen und wir wurden mit tollem Sport und viel positivem Feedback belohnt. In jeden Bereich – von der Meldestelle über die Hindernisrichter bis zum Geländeteam und natürlich auch mit Karl Rabeler – waren Profis am Werk, die uns auch in der Vorbereitung mit Rat zur Seite standen.“

Finnische Siegerin

Insgesamt galoppierten rund 125 Paare über die Geländestrecke in Sahrendorf. Ausgeschrieben waren eine internationale Zwei-Sterne- und eine Drei-Sterne-Kurzprüfung. Trotz langer Trockenheit – auf die starke Regenfälle kurz vor dem Turnier folgten – hielt der Heideboden gut stand. Der Sieg in der CCI3*-Prüfung ging an die Finnin Johanna Pohjonen auf dem Contendro I-Sohn Conner K. Die beiden kamen nach einer gelungenen Dressur mit lediglich zwei Zeitfehlern aus dem Gelände und lieferten eine Nullrunde im Springen ab, so dass sie am Ende 29 Minuspunkte auf dem Konto hatten.

Auf Platz zwei landete Julia Rieht auf Dukes Night Out, einer achtjährigen Oldenburger Stute v. Duke of Hearts xx. Das Paar beendete die Prüfung mit 30,4 Minuspunkten. Die Dänin Mia Hastrup wurde mit Continue de Vision – ebenfalls eine Tochter des Contendro I – Dritte. Für die Gewinnerin war Sahrendorf die letzte sportliche Station vor den Olympischen Spielen in Tokio. Direkt nach dem Turnier ging es für sie nach Aachen, um sich dort vor der Weiterreise nach Japan in Quarantäne zu begeben.

Die CCI2*-Prüfung wurde in zwei Abteilungen platziert. So gab es mit Anna Siemer und Franziska Keinki gleich zwei Siegerinnen. Während Franziska Keinki sich auf Beauvais mit 28,1 Minuspunkten die erste Abteilung sichern konnte, gelang Anna Siemer in der zweiten Abteilung ein Doppelsieg. Auf der neunjährigen Oldenburger Stute Calexa Courage konnte sie ihr Dressurergebnis von 25 Minuspunkten ins Ziel bringen. Auf der erst siebenjährigen Lillybelle v. Diarado wurde sie zudem Zweite (27,4) vor Kaya Thomsen auf Barny (27,9).

Alle Ergebnisse aus Sahrendorf finden Sie hier.