Vielseitigkeit: Strengere Qualifikationskriterien für Vier-Sterne-Turniere

Vielseitigkeit

Symbolbild (© www.toffi-images.de)

Das Ziel aller Beteiligten ist es, das Unfallrisiko in der Vielseitigkeit zu verringern. Dafür hat der Weltreiterverband FEI nun am Regelwerk geschraubt.

Die wichtigsten Änderungen im neuen Regelwerk für 2016 betreffen die erforderlichen Qualifikationen, um an einem Vier-Sterne-Turnier teilnehmen zu dürfen. Sie gelten ab dem 29. Juni 2016.

Bislang war es so, dass alle Kategorien von Reitern außer denen der Kategorie A (Vielseitigkeitsreiter werden nach ihrer Erfahrung und ihren Erfolgen in unterschiedliche Kategorien von A bis D eingeteilt, wobei A die beste ist) um an einem Vier-Sterne-Turnier teilnehmen zu können, die sogenannten Minimum Eligibility Requirements, MERs, in einem CIC3*- und einem CCI3* sowie die Voraussetzungen ihrer eigenen Nationalen Föderation erfüllt haben mussten. Um ein MER-Ergebnis zu bekommen, müssen die Reiter die Dressur mit nicht mehr als 75 Minuspunkten abgeschlossen haben, im Gelände ohne Hindernisfehler geblieben sein (vorher: Null Fehler im Gelände, also auch innerhalb der erlaubten Zeit geblieben) und dürfen im Parcours nicht mehr als 16 Strafpunkte auf dem Konto haben. Kategorie A-Reiter konnten jedes Pferd bei einem Vier-Sterne-Turnier reiten, das einen CCI3* beendet hat.

Für 2016 sieht das Reglement nun folgendes vor:

  • Reiter, die noch keiner Kategorie angehören sowie die der Kategorien C und D, müssen nun zwei CCI3*- und zwei weitere CIC3*-Prüfungen beendet haben.
  • Reiter der Kategorie B müssen neben den in der jeweiligen Föderation festgelegten Voraussetzungen ein Ergebnis aus einem CCI3* sowie drei CIC3*-Ergebnisse vorweisen.
  • Reiter der Kategorie A müssen sich für Vier-Sterne-Turniere zusammen mit ihrem Pferd als Paar bei einem CCI3*-Event qualifizieren.
  • Nach dem ersten Auslösen eines Frangible Pins kann das Paar auf dem Turnier immer noch ein MER verbuchen.

Zurückstufungen

Zu ihrer eigenen Sicherheit können Paare, die bei mehreren Turnieren nicht die erforderliche Leistung gezeigt haben, auch wieder zurückgestuft werden (Reverse Qualification).

Neu wurde nun festgehalten, dass man eine solche sogenannte Reverse Qualification nur durch ein MER Ergebnis wieder rückgängig machen kann.

Wenn ein Reiter zwei Reverse Qualifications innerhalb eines Jahres bekomm – egal mit welchem Pferd – wird er für ein Jahr eine Kategorie zurückgestuft.

Outfit/Ausrüstung

Während der Dressur sind Fliegenmützen nun ausdrücklich erlaubt, sollten allerdings in einer dezenten Farbe sein. Ohrstöpsel hingegen sind nicht erlaubt.

Verweigerungen

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Diskussionen gegeben, ob ein nicht ganz sauber mittig genommener Sprung nun zählte oder nicht, wenn nicht ganz klar war, welcher Körperteil des Pferdes nun zwischen den Flaggen war. Da wurde nun die Formulierung dahingehend verdeutlicht, dass nun Kopf, Hals und beide Schultern des Pferdes zwischen den Flaggen sein müssen, damit das Hindernis als überwunden gilt.

 


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