Vier-Sterne-Vielseitigkeitspferd Otis Barbotiere wird Springpferd

Boyd Martin mit seinem ehemaligen Erfolgspferd Otis Barbotiere in Luhmühlen.

(© Boyd Martin und Otis Barbotiere in Luhmühlen 2014)

Der US-amerikanische Vielseitigkeitsreiter Boyd Martin hat sein Olympiapferd Otis Barbotiere an eine Nachwuchsspringreiterin aus Kentucky abgegeben.

Der 13-jährige französische Wallach v. Quidam de Revel aus dem Besitz des Otis Barbotiere-Syndikats wurde verleast. Neue Reiterin ist die 21 Jahre alte Ali Boone. Das letzte Turnier des bunten Braunen war der CCI**** in Kentucky 2014. Danach hatten Martin und die Besitzer gemeinsam die Entscheidung getroffen, ein neues Zuhause für Otis Barbotiere zu suchen, weil sie den Eindruck hatten, dass die großen Vielseitigkeiten auf Dauer seiner Gesundheit schaden werden.

Martin selbst hatte den Wallach auch immer nur ganz dosiert eingesetzt. Nach der grünen Saison 2010 hatte er ihn von Aurelien Kahn aus Frankreich übernommen. Unter ihm war Otis bereits eine Drei-Sterne-Prüfung gegangen. Boyd Martin ritt ihn 2011 auf vier internationalen Turnieren in Drei-Sterne-Prüfungen. 2012 ging er sein erstes Vier-Sterne-Event in Kentucky, wo er prompt Dritter wurde. Er wurde für die Olympischen Spiele in London nominiert, ging dort auch, wurde aber nach dem Gelände zurückgezogen. 2013 ging Otis Barbotiere gar keine Turniere. 2014 wurde er im Mai von einem CIC3* in den USA zurückgezogen, trat dann aber in Luhmühlen an, wo er 15. wurde.

Nun soll er also Springpferd werden – angesichts seiner Abstammung sicher keine schlechte Idee. Otis ist noch ein direkter Nachfahre Quidam de Revels. Der Muttervater Veneur de Baugy stammt ab von der Legende Grand Veneur. Weiter geht es im Pedigree mit Leprince de Thurin, der ein Nankin-Enkel ist und eine Rantzau xx-Mutter hat. Letzterer ist bekanntlich auch der Vater von Cor de la Bryère.

Der Franzose ist übrigens nicht das einzige Vielseitigkeitspferd, das Martin in neue Hände gegeben hat. Einige Monate zuvor hatte er seinen anderen Vier-Sterne-Crack Trading Aces abgegeben. Dafür hatte er Anfang 2014 ein anderes bereits hoch erfolgreiches Vier-Sterne-Pferd unter den Sattel bekommen: den Hannoveraner Shamwari, der vorher unter Ludwig Svennerstal für Schweden ging. Mit ihm war Martin bei den Weltreiterspielen in der Normandie für die USA am Start gewesen und hatte Platz sieben belegt.

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