14-Tage-Tests 2017: Die ersten Ergebnisse

Hengstleistungsprüfungsimpression

Hengstleistungsprüfung

In Neustadt/Dosse, Marbach, Adelheidsdorf und Schlieckau gingen heute die ersten 14-Tage-Tests des Jahres zu Ende.

In Adelheidsdorf avancierte der eigentlich springbetont gezogene DSP-Hengst Chapeau Ciaco zum Gesamtsieger mit einer 8,5 insgesamt. Der Braune v. Clintas-Ciacomini-Gaspari II aus der Zucht von Simone Brockmann in Kühdorf wusste mit seiner Doppelbegabung zu gefallen – Dressurnote: 8,13, Springnote: 8,23. Er soll bei seiner Züchterin auf Station gehen.

Die höchste Dressurbewertung von 8,79 erzielte ein weiterer vom Haupt- und Landgestüt angemeldeter DSP-Hengst: Don Royal v. Don Juan de Hus-Rubin-Royal, Dressursieger der Körung in Neustadt/Dosse 2016. Der im Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse gezogene Hengst kam auf eine gewichtete Endnote von 8,2.

Über den Stangen wurde ein noch namenloser Westfale v. Los Angeles aus einer Mutter v. Lancer III-Pinocchio (Z.: Wilhelm Schwenker, Hille) mit 9,10 am höchsten bewertet. Er bewegte sich zudem für eine 7,45, so dass er mit einer gewichteten Endnote von 8,3 nur knapp hinter dem Sieger landete.

Schlieckau

Unumstrittener Gesamtsieger in Schlieckau wurde der überragende Springsieger der westfälischen Körung 2016, der Hannoveraner Karajan v. Kannan-Verdi vom Klosterhof Medingen. Er kam auf eine gewichtete Gesamtnote von 8,9 und zeigte sich hinsichtlich seiner Dressurveranlagung „gut“ (8,24″) und in Sachen Springen „sehr gut“ (9,28). Die Fremdreiter bewerteten die Rittigkeit des Überfliegers mit einer 9,25.

Doch Karajan war nicht der einzige Hengst in Schlieckau, der sich ein „Sehr gut“ über den Stangen verdient hatte. Insgesamt wurden sechs Hengste mit 9,0 und besser bewertet. Die höchste Note erhielt der Selle Francais-Hengst Del ‚Arko d’Henvet v. Tsunami de Hus-Quartz de Frely. Der vierjährige Braune deckt beim Holsteiner Verband und hatte seine Qualitäten schon bei der Sportprüfung in Verden unter Beweis gestellt, wo er eine 8,6 für das Vermögen und eine 8,5 für die Manier erhielt. Der Fremdreiter dort konnte sich allerdings mit dem Franzosen nicht so recht anfreunden und gab nur eine 7,3 für die Rittigkeit. Anders jetzt in Schlieckau. Da gab es in diesem Teilbereich eine 8,5 und vom Fremdreiter eine 7,75.

Die mit Abstand höchste Dressurnote von 9,5 erhielt der in Baden-Württemberg von Hubert Vogler gezogene Rappe Secret v. Sezuan-St. Moritz, ausgestellt von Eckhard Wahlers. Dieser Dreijährige war bei einer Hofkörung vom Oldenburger Verband anerkannt worden. Sein Name kommt nicht von ungefähr, denn bis plötzlich ein Video des Pferdes auftauchte, auf dem sein gewaltiges Gangvermögen zu sehen war, kannte ihn niemand. Nun hat er seinen Leistungstest mit Bravour bestanden. Der Trab wurde mit 9,5 bewertet, der Galopp mit 10,0 und der Schritt mit 8,5. Hinzu kommt jeweils die 10,0 in der Rittigkeit von den Richtern und vom Fremdreiter. Auch die Interieurbewertungen lagen über 9,0.

Neustadt/Dosse

Und es hat Zoom gemacht, könnte man sagen. Denn der Hannoveraner Zack-Don Schufro-Sohn Zoom aus der Zucht von Dorthe M. Jeppesen in Lenzburg erzielte die mit Abstand höchste Bewertung der Anwärter in Neustadt/Dosse. Der Reservesieger der Westfälischen Körung 2016 wird über das Landgestüt Warendorf und die Hengststation Beckmann angeboten. In Neustadt/Dosse überzeugte er mit einer gewichteten Endnote von 8,53, wobei er zugleich auch bester Dressurhengst war: 8,88. Und auch über den Stangen stellte er sich geschickt an: 8,03.

Das beste Springergebnis lieferte Argento Vivo v. Armitage-Vilkano-Stakkato. Züchter des Hannoveraners ist Norbert Bramlage in Dinklage. Der konnte sich über Noten von 8,55 im Springen und 7,25 in der Dressur freuen. Damit war Argento Vivo neben Zoom das einzige Pferd, das in Neustadt/Dosse eine Gesamtwertung von 8,0 und besser erhielt.

Marbach

Die höchste gewichtete Endnote in Marbach erzielte der dreijährige DSP-Hengst Crimetime GT v. Chambretto GT-Placido-Sun-Pik Bube. Das „GT“ steht für das Gestüt Tannenhof, wo Crimetime zur Welt kam und auch wirken soll. Ihm wurde in Marbach eine ausgesprochene Doppelveranlagung attestiert: 8,36 in der Dressur und 8,23 im Springen ergab eine gewichtete Endnote von 8,45.

Die Dressurnote von 8,36 war die höchste im Starterfeld, wurde dafür aber gleich dreimal vergeben. Neben dem Gesamtsieger wurde auch der DSP-Hengst Meridian v. Millennium-De Chirico-Royal Dance (ZG Schadock, Heideblick, A.: Trakehner Gestüt Kremmen) mit 8,36 bewertet sowie ein noch namenloser Oldenburger v. Dante Weltino-Fidertanz-De Niro (Z.: Franz-Josef Bolte, Löningen).

Die Bestnote im Springen erzielte ein Hengst, den man von der Abstammung her eher im Dressurviereck vermuten würde: Don Olymbrio-Rivero II-Pik Bube. Der dreijährige DSP-Hengst mit dieser Blutkombination (Z.: Ferdinand Sanladerer, A.: Haupt- und Landgestüt Schwaiganger) hat zwar noch keinen offiziellen Namen, dafür aber Springtalent: 8,28. Die dressurbetonte Note lautete 7,25.

Statistik

Um den Test zu bestehen, müssen die Hengste entweder eine Gesamtnote von mindestens 7,5 erhalten oder eine disziplinspezifische Endnote von 8,0 und besser. In Marbach fielen drei Hengste durch, in Neustadt/Dosse zwei, in Adelheidsdorf vier und in Schlieckau fünf. Alle Ergebnisse finden Sie unter www.hengstleistungspruefung.de.