14-Tage-Tests in Schlieckau und München mit Siegen für Wicked Game Woodlander und Damaschino

Hengstleistungsprüfung: 14-Tage-Test

(© Beelitz/St.GEORG)

Mit Spannung erwartet wurden die Ergebnisse der 14-Tage-Tests in München (Dressur) und Schlieckau (Springen). Am Ende dominierten die Dressurtalente beide Teilnehmerfelder.

17 Junghengste nahmen an der Prüfung in München teil. Die höchste gewichtete Endnote von 8,35 erzielte der Hannoveraner Wicked Game Woodlander. Der Fuchs aus der Zucht der Britin Lynne Crowden ist über seinen Vater Wild Child v. Wavavoom ein Enkel der einstigen Weltmeisterin der jungen Dressurpferde, Woodlander Farouche. Die Mutter St. Barth v. St. Moritz-Rotspon ist eine Vollschwester zur Mutter des Bundeschampionatssilbermedaillengewinners Secret.

Schon bei seinem Sporttest Ende März in München hatte der Vierjährige die höchste Bewertung aller Teilnehmer erreicht. Jetzt, bei seinem 14-Tage-Test, war er nicht nur Gesamtbester, sondern auch hinsichtlich seiner dressurbetonten Endnote in Front mit einer 9,08.

Platz zwei insgesamt sowie in Sachen Dressurveranlagung sicherte sich mit den Wertnoten 8,23 bzw. 8,91 der Oldenburger Dovizioso v. Dancier-Sunny-Boy-Rubinstein, gezogen von der ZG Thaden in Butjadingen und ausgestellt vom Gestüt Vorwerk. Im Stall Thaden kam übrigens auch der Vater Dancier zur Welt.

Die dritthöchste Endnote lautete 8,13 und ging an den dreijährigen Westfalen Bourbon v. Baccardi-Lissaro-Davignon, gezogen von Bernhard Hustert in Warendorf. Der Hengst war anlässlich der westfälischen Hauptkörung 2018 für 144.000 Euro an die Landgestüte Marbach und Celle verkauft worden. Dort kann man sich nun auch über eine Dressurnote von 8,65 für den Hengst freuen.

Der Münchener Test war als einer für Dressurhengste deklariert und wurde dem im Wesentlichen auch gerecht. Unter den wenigen Springern, die sich dort zeigten, ragte der vierjährige OS-Hengst Con Cyrill v. Con Spirit-Goldstar D-Lambada hervor. Alois Berkmann hatte ihn gezogen, Daniel Dassler stellte ihn aus. Der Hengst erzielte mit einer 8,13 die einzige „gute“ Bewertung über den Stangen.

Durchgefallen

Um die 14-tägige Veranlagungsprüfung zu bestehen, müssen die Hengste entweder eine gewichtete Endnote von 7,5 und besser erzielen oder eine disziplinspezifische Endnote von 8,0 und besser. Dieses Klassenziel haben von 17 Münchener Hengsten fünf verfehlt: der DSP-Hengst v. Dimaggio-Sarkozy (Endnote 7,35, Dressurnote 7,33), ein Sohn des Bailando aus einer Imperio-Mutter (7,1 bzw. 7,34), der DSP-Hengst Johny Johnson v. Johnson-Wolkentanz (7,2 bzw. 7,49), der Holsteiner Sancodex v. Sandro Boy-Connor (Endnote 7,0, Springnote 7,43) und der Oldenburger Fürst Adrian v. Farrell-Diamond Hit (7,3 bzw. 7,79).

Dressursieger beim Springtest in Schlieckau

Obwohl eigentlich als Veranlagungstest mit Schwerpunkt Springen ausgeschrieben, nahmen auch diverse Dressurhengste am 14-Tage-Test in Schlieckau teil. So war es auch ein Bewegungstalent, das den besten der 35 Tests abschloss: der Hannoveraner Dunkelfuchs Damaschino v. Danone-Fidertanz-Caprimond, gezogen und ausgestellt von Burkhard Wahler für den Klosterhof Medingen.

Der dreijährige Hengst hatte schon bei seiner Körung in Verden insbesondere mit seinem kraftvollen Hinterbein und seiner Elastizität überzeugt. Jetzt in Schlieckau wurden seine Interieureigenschaften allesamt mit der Höchstnote 10,0 bewertet. Die dressurbetonte Endnote lautete 8,75 und die Gesamtnote 8,35.

Knapp dahinter reihte sich mit einer 8,30 der beste Springer ein, der Holsteiner Coreandro v. Caretino-Leandro-Carolus, gezogen von David Fux und ausgestellt durch Ingetraud Bolz in Kerpen. Er begeisterte schon anlässlich seiner Körung mit großer Leistungsbereitschaft und blitzschnellen Reflexen. Diese unabdingbaren Eigenschaften für einen guten Springer hat er behalten, wie er in Schlieckau demonstierte – Springnote 9,05.

Drittbester Hengst in Sachen Gesamtnote war mit 8,23 der ebenfalls dreijährige Kannan-Sohn Keaton, auch er ein Holsteiner aus einer Mutter v. Contendro-Ritual, gezogen von Rudolf Schmitt in Wöhrden, ausgestellt durch den Holsteiner Verband. Sein Springergebnis war allerdings „nur“ das drittbeste: 8,68.

Davor konnte sich mit einer Bewertung über den Stangen von 8,73 noch Condoctro behaupten, ein dreijähriger KWPN-Hengst v. Cornet Obolensky-C-Indoctro-Baloubet du Rouet, den das Gestüt Sprehe nach Schlieckau geschickt hatte.

Durchgefallen

Von den 35 Schlieckauer Testkandidaten konnten gerade mal zwei die Anforderungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen: Oskari, DSP-Hengst v. Orlando-Askari-Colorit (Endnote 7,23, Springnote 7,75), und der Rheinländer Triple Crown v. Triple X-Ferragamo-Florestan (Endnote 8,93, Dressurnote 7,30, Springnote 6,25).

Alle Ergebnisse sowie die Kataloge finden Sie unter www.hengstleistungspruefung.de.

 

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