Abschied von Allroundtalent Lanciano

Severo Jurado Lopez auf dem einst von Uwe Schwanz gerittenen Lorenzo bei den Olympischen Spielen in Rio.

Ohne Lanciano würde es ihn nicht geben: den Olympia-Fünften Lorenz v. Lord Loxley, damals noch unter Severo Jurado Lopez. (© Pauline von Hardenberg)

Ein Dressurtalent mit Springgenen war der Westfale Lanciano. Und genauso vielseitig hat er sich vererbt. Nun ist er mit 27 Jahren gestorben.

Wie die „Reiter und Pferde in Westfalen“ meldet, verstarb der Star des Gestüts St. Ludwig am 31. Dezember 2017. Tags darauf wäre er 28 Jahre alt geworden. Lanciano war über Landino ein Landgraf-Enkel. Die Mutter Pretty Darling führte über Pilot und Perseus bestes westfälisches Springblut. Der von Karl heinz Schubert gezogene Lanciano wechselte vierjährig in den Besitz der Familie Kraft vom Gestüt St. Ludwig. Hier avancierte er zu einem echten Starvereber, der über Lord Sinclair und dann Lord Loxley eine eigene Hengstdynastie gegründet hat. Lord Loxley war sicherlich der bekannteste Sohn seines Vaters. Aber er war mitnichten der einzige.

Über eine halbe Million Euro haben die Lanciano-Kinder im Sport verdient. 19 von ihnen waren im Parcours bis Klasse S erfolgreich, 18 in der Dressur und fünf im Fahrsport. Allein das ist außerordentlich. Hinzu kommen 22 gekörte Söhne und 364 eingetragene Zuchtstuten, von denen 62 mit der Staatsprämie dekoriert sind.

www.reiter-und-pferde.de

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