Abschied von Londonderry im Landgestüt Celle

Londonderry – Hannoveraner Hengst des Jahres 2013

Londonderry war 2013 noch zum Hannoveraner Hengst des Jahres gewählt worden. (© www.hannoveraner.com)

Das Landgestüt Celle ist dieses Jahr wirklich leidgeprüft. Noch ein wichtiger Hengst der Niedersächsischen Landespferdezucht hat Abschied genommen.

Donnerstag, der 14. Dezember, war der letzte Tag im Leben des Hannoveraners Londonderry. Er wurde 22 Jahre alt. Das Langestüt Celle berichtet: „Nach wiederkehrenden Schwächeanfällen konnte ihm gestern Vormittag leider nicht mehr auf die Beine geholfen werden.“

Der von Klaus Hermann Ehlen gezogene Londonderry v. Lauries Crusador xx-Warkant-Eiger I startete seine Karriere als Siegerhengst der Verdener Körung. Seinen 100 Tage-Test absolvierte er als drittbester Dressur- und fünftbester Hengst insgesamt. 1999 wurde er Bundeschampion der vierjährigen Hengste. Zwei Jahre später gewann er Silber bei den sechsjährigen Dressurpferden. Unter Wolfhard Witte reifte er bis zur Klasse S heran und sammelte Erfolge bis Prix St. Georges.

Züchterisches Erbe

2200 Fohlen zeugte Londonderry. Die FN verzeichnet 41 gekörte und anerkannte Söhne, 639 Zuchtstuten, von denen 153 mit der Staatsprämie bedacht wurden.

Londonderrys Nachkommen haben fast 500.000 Euro im Sport verdient. 85 sind im Dressursport bis zur Klasse S erfolgreich. Zu den Großverdienern zählen z.B. das Grand Prix-Pferd Lights of Londonderry von Bernadette Brune und der S-siegreiche Leuchtfeuer mit Patricia Koschel.

Hartes Jahr für Celle

Londonderry ist nicht der einzige Hengst, den das Landgestüt Celle dieses Jahr gehen lassen musste. Ein herber Schlag war auch der Tod von Dancier. Fast zeitgleich verstarb auch Don Crusador. Und auch Graf Top ist nicht mehr.

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