BuCha 2019: Zweite Quali der siebenjährigen Springer an Silbermedaillengewinnerin Daddy’s Destiny

(© Toffi)

Ein Pferd, das den Springplatz in Warendorf bereits gut kennt, hatte heute die Nase vorn in der zweiten Qualifikation der siebenjährigen Springpferde beim Bundeschampionat 2019.

Als letzte Starterin in der Zwei-Phasen-Springprüfung Kl.S* für siebenjährige Springpferde ging Daddy’s Destiny unter Katrin Eckermann an den Start. Dass die von Lisa Frohberg gezogene OS-Stute schnell gehen kann, hat sie schon im Vorjahr bewiesen, als sie das Bundeschampionat der sechsjährigen Springpferde als Zweite beendete. Die heutige zweite Qualifikationsprüfung konnte sie nach Stechen (0/30,67 Sekunden) für sich entscheiden. Die Tochter des Comme il faut – Acasino B steht im Besitz von Christian Glanemann, Katrin Eckermanns Lebenspartner.

In der ersten Qualifikation ritt Jana Wargers den OS-Hengst Diavoltan von Diarodo – Acord II auf den neunten Rang, heute wurde es Rang zwei für das Paar (0/30,82 Sek.). Das Bundeschampionat 2018 schloss Diavoltan unter seinem damaligen Reiter Andreas Kreuzer auf dem zehnten Rang ab. Harm Oncken hat den Braunen gezüchtet, Gabriele E. Block ist die Besitzerin.

Auf den dritten Rang sprang Caracas, die Schimmelstute von Casall – Cassini I unter dem erst 18-jährigen Hannes Ahlmann (0/31,47 Sek.). Züchter und Besitzer der Holsteinerin ist Jürgen Böge. Schon in der ersten Prüfung platzierte sich das Paar auf Rang acht.

Nur wenig langsamer als Hannes Ahlmann ritt Sandra Auffarth – eigentlich mehr in der Vielseitigkeit als im Parcours unterwegs – Cool as Ice v. Cool Man – Alcatraz auf den vierten Platz (0/31,69 ‚Sek.). Eine wunderschöne Runde mit einem wunderschönen Pferd unter einer hocheleganten Reiterin! Züchter des Holsteiner Schimmelhengstes ist Leonhard Dietz, Besitzerin Dorothea von Ehrlich.

Ungleiche Bedingungen im Finale

35 Pferde gingen an den Start, sechs weniger als in der ersten Prüfung für die Siebenjährigen. Einige Reiter hatten sich ausgerechnet, dass ihre Punktzahl für das Erreichen der Finalprüfung schon reichte, ohne die zweite Qualifikation noch reiten zu müssen. Bei einer Gesamtzahl von 30 Startern im Finale kein Rechenkunststück. Das führte zu heftigen Diskussionen auf dem Abreiteplatz. Das Fehlen des Zusatzes „im Finale ist nur startberechtigt wer beide Qualifikationen beendet hat“ in der Ausschreibung wurde ausgenutzt. Folglich hat ein kleiner Teil der Finalteilnehmer einen Parcours weniger absolviert. Ungleiche Voraussetzungen, mutmaßen einige Betroffene. Fakt ist, dass alle Pferde starten dürfen.

Prominente und bewährte Väter

Im Pedigree der Springpferde in Warendorf stehen größtenteils nur renommierte Hengste, die selbst im Sport hocherfolgreich waren. Bei den 41 siebenjährigen Springpferden hatten zwei Plot Blue zum Vater, den Weltcupsieger unter Marcus Ehning. Aktuell war Ehning mit Comme il faut Mitglied der Mannschaft, die vor wenigen Wochen in Rotterdam die Silbermedaille gewonnen hat, der Westfalenhengst stellt drei der 41 Nachkommen. Und auch der Holsteiner Casall, unter dem Schweden Ralf-Göran Bengtsson jahrelang eines der gewinnreichsten Springpferde der Welt, ist als Vater dreier Nachkommen aufgeführt. Ungewöhnlich die Abstammung des Holsteines Toronto Raptur – er ist ein Sohn des Totilas, wohl das berühmteste Dressurpferd der Welt. Zahlreiche Siege und Platzierungen bis zur Kl.M** stehen auf Toronto Rapturs Erfolgskonto. Die Mutter Nikita B ist eine Tochter des Corofino.

 

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